von ih 08.10.2025 09:23 Uhr

Deutscher Vizekanzler lässt sich für 620.000 Euro fotografieren

Das deutsche Finanzministerium von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) will sich offenbar von seiner Schokoladenseite zeigen – und das kostet: Bis zu 580.000 Euro netto, also rund 620.000 Euro mit Mehrwertsteuer, sollen für Foto- und Videodienstleistungen fließen.

APA/dpa

Der Rahmenvertrag soll ab Januar 2026 gelten, zunächst bis Ende 2027 – mit Option auf zwei Verlängerungen. Laut Ausschreibung sucht das Ministerium in Berlin echte Profis: Fünf Fotografen, ein Kameramann, eine Assistentin und eine Visagistin sollen fast an jedem Werktag im Einsatz sein – bis zu 225 Termine pro Jahr!

Die Aufgaben: Hochglanz-Aufnahmen von Lars Klingbeil bei Terminen im In- und Ausland. Voraussetzung: Mindestens vier Jahre Erfahrung in politischer Veranstaltungsfotografie und „ein Auge für besondere Situationen“.

Das Ministerium verteidigt die Kosten: Solche Aufträge seien in allen Ressorts üblich und dienten dem „Informationsauftrag der Bundesregierung“. Doch Kritiker schütteln zurecht den Kopf: Ausgerechnet das deutsche Finanzministerium, das andere zum Sparen mahnt, gönnt sich selbst den großen Auftritt.

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