von lif 05.10.2025 09:52 Uhr

Über 1.400 Menschen schenken ihre Zeit an Südtirols Bauern

Unter dem Motto „Wer mit dem Herzen hilft, hinterlässt Spuren, die länger bleiben als jeder Applaus“ hat der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze zur diesjährigen Erntedankfeier ins Sarntal eingeladen. Die Veranstaltung würdigte das Engagement von über 1.400 freiwilligen Helfern, die im Jahr 2025 bäuerliche Familien in Südtirol tatkräftig unterstützten.

Gruppenbild (Bild: Verein Freiwillige Arbeitseinsätze KDS)

Den feierlichen Auftakt bildete ein Wortgottesdienst, gestaltet von Karolina Stofner und musikalisch begleitet von den Geschwistern Pöll aus dem Passeiertal. Im Anschluss präsentierte Obmann Georg Mayr einen bewegenden Rückblick auf das Erntejahr und die geleistete Arbeit.  2025 war ein Jahr, das gezeigt habe, wie viel Kraft in der Gemeinschaft steckt. Insgesamt 1.485 Freiwillige haben ihre Zeit, ihre Energie und ihr Herzblut geschenkt und damit 14.967 Einsatztage auf Bergbauernhöfen geleistet, berichtet Verein Freiwillige Arbeitseinsätze in einer Aussendung. Das sei nicht nur eine beeindruckende Zahl, sondern ein Zeichen dafür, wie viele Menschen bereit sind, füreinander da zu sein.

248 bäuerliche Familien konnten durch diese Hilfe entlastet werden – vor allem in Regionen wie dem Vinschgau und dem Burggrafenamt, wo die Herausforderungen des bäuerlichen Alltags besonders spürbar sind. Die freiwilligen Helfer kommen aus vielen verschiedenen Ländern – der Großteil aus Deutschland mit 77,7 Prozent, gefolgt von Südtirol mit 10,3 Prozent, Provinzen Italiens, Schweiz, Österreich und viele mehr. 

Besonders berührend sei die Altersvielfalt der Freiwilligen. Von jungen Erwachsenen bis hin zu Senioren über 65 Jahren – die mit über 21 Prozent einen beachtlichen Anteil ausmachen – zeigt, dass Hilfe keine Altersgrenze kennt. Und auch die Geschlechterverteilung ist nahezu ausgeglichen: 51,2 Prozent Männer und 48,8 51,2 Prozent Frauen haben sich eingebracht  Ein Highlight des Abends war die Vorführung des Films „Mithelfen & Miterleben“, der eindrucksvoll vom Alltag der Bergbauern und den berührenden Begegnungen mit den Freiwilligen erzählt. Der Film, der künftig auf der Vereinshomepage und in den sozialen Medien zu sehen ist, soll neue Menschen motivieren, sich zu engagieren – passend zum bevorstehenden 30-jährigen Jubiläum des Vereins im Jahr 2026, das unter dem internationalen Motto „Jahr der Freiwilligenarbeit“ steht. Geplant ist für das Jubiläumsjahr weiters ein Buchprojekt zur Geschichte des Vereins.

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