von lif 01.10.2025 11:26 Uhr

Sozialwohnungen im Wipptal: 13 Personen wegen Falschangaben angezeigt

Im Wipptal sind mehrere Sozialwohnungen überprüft worden. Ziel war es, zu überprüfen, ob die Voraussetzungen für die Zuweisung und den Erhalt der Sozialwohnungen korrekt erfüllt wurden.

Symbolbild: Pixabay

Das Institut für sozialen Wohnbau (IPES) verwaltet in Südtirol rund 13.500 Sozialwohnungen, in denen etwa 30.000 Menschen leben. Die Wohnungen werden zu einem Sozialmietzins an einkommensschwache Familien vergeben oder (seit 2024) zu einem „tragbaren Mietzins“ für mittlere Einkommen, der zwischen 60 und 100 Prozent des Landesmietzinses liegt, informieren die Behörden.  Im Zuge der Ermittlungen erhielten die Beamten von IPES eine Liste mit 359 Haushalten aus den Gemeinden des oberen Wipptals. Zunächst erfolgte eine Datenprüfung über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse. Anschließend wurden die Unterlagen einzelner Familien genauer überprüft. 

Dabei stellten die Ermittler in mehreren Fällen Unregelmäßigkeiten fest. Zehn Begünstigte sollen falsche Angaben zu Einkommen oder Vermögen gemacht haben und dadurch Mietvorteile erhalten haben, die ihnen nicht zustanden. Insgesamt beläuft sich die festgestellte Differenz der Einkünfte auf rund 120.000 Euro, berichten die Ordnungshüter. In weiteren Fällen kam ans Licht, dass Antragsteller den Besitz anderer Immobilien oder Grundstücke verschwiegen haben. Insgesamt wurden 13 Personen an die Justizbehörde wegen des Verdachts auf ideologische Falschbeurkundung (§ 483 Strafgesetzbuch) angezeigt.

Falschangaben wirken sich auch direkt auf die Berechnung der Miete aus, da das IPES den Mietzins auf Basis der gemeldeten Einkommen festlegt. Der wirtschaftliche Schaden für das Institut wird auf etwas mehr als 10.000 Euro geschätzt. Zwei Familien sollen besonders hohe Schäden verursacht haben, rund 6.700 Euro. Sie wurden zusätzlich wegen unrechtmäßiger Inanspruchnahme öffentlicher Leistungen (§ 316 ter Strafgesetzbuch) angezeigt. Das IPES wird die zu viel erhaltenen Beträge zurückfordern.

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