von lif 01.10.2025 07:56 Uhr

Mehrere Tote nach Erdbeben auf den Philippinen

Bei einem schweren Erdbeben auf den Philippinen sind Behördenangaben zufolge mindestens 35 Menschen gestorben. Mehr als 140 Menschen wurden verletzt, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde bekanntgab. Das Beben der Stärke 6,9 hat die südostasiatische Inselgruppe der US-Erdbebenwarte USGS zufolge am späten Dienstagabend (Ortszeit) vor den Küsten der Inseln Cebu und Leyte in zehn Kilometern Tiefe erschüttert.

Bild: APA/UT24

Mehrere Gebäude stürzten laut offiziellen Angaben ein, die Stromversorgung wurde unterbrochen. Dem Philippinischen Institut für Vulkanologie und Seismologie zufolge kam es zu mehr als 370 Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4,8. Bereits am Abend war vor einem möglichen Tsunami mit bis zu einem Meter hohen Wellen gewarnt worden.

Dutzende Todesopfer

In Bogo, einer Stadt mit 90.000 Einwohnern in der Provinz Cebu in der Nähe des Epizentrums, starben 27 Menschen, darunter auch Minderjährige, wie das regionale Informationsbüro mitteilte. In San Remigio kamen laut Polizei sechs Menschen ums Leben, die meisten während einer Sportveranstaltung. „Die Opfer spielten Basketball in der Sporthalle, als diese einstürzte“, sagte Polizeichef Jan Ace Elcid Layug. Zwei Todesfälle wurden zudem aus den Städten Medellin und Tabuelan gemeldet.

Der staatliche seismologische Dienst warnte vor einer möglichen „geringfügigen Störung des Meeresspiegels“ und forderte die Bewohner der zentralen Inseln Leyte, Cebu und Biliran auf, „sich vom Strand fernzuhalten und nicht an die Küste zu gehen“. Die Provinzregierung von Cebu meldete, dass ein Geschäftsgebäude und eine Schule in Bantayan eingestürzt seien. Zudem seien mehrere Dorfstraßen beschädigt worden.

Videos in sozialen Medien sollen dramatische Szenen zeigen

Videos und Fotos in den sozialen Medien zeigten beschädigte Gebäude, darunter Kirchen, sowie panische Menschen. Auf einem Video sind Menschen zu sehen, die unter einem Tisch Schutz suchten und beteten, während in einem Einkaufszentrum die Decken einstürzten. Ein anderes zeigte Roller und Autos, die auf einer schwankenden Brücke anhielten. Die Aufnahmen können nicht verifiziert werden.

In Bogo lagen Leichen vor dem Provinzkrankenhaus, wo auch alle Patienten evakuiert und in Zelten untergebracht werden mussten. Straßen waren mit Trümmern übersät und hatten Risse. In der Stadt Tabuelan wurde eine Autobahn durch einen Erdrutsch blockiert, während in der Stadt Consolacion ein Feuer in einem Einkaufszentrum ausbrach, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

APA/UT24

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