Internationaler Tag der Senioren: „Es geht um Respekt“

„Unsere Generation hat Südtirol aufgebaut, doch die Lebensleistung vieler Älterer wird nicht ausreichend gewürdigt“, betont Otto von Dellemann.
Noch immer prägten Vorurteile das Bild älterer Menschen, während echte Wertschätzung häufig fehle. Umso mehr begrüßt er die von der Landesregierung gestartete Sensibilisierungskampagne „Respekt“.
Seniorenanwaltschaft gefordert
Otto Von Dellemann fordert konkrete Schritte – allen voran die Einrichtung einer Seniorenanwaltschaft. Eine solche Institution solle, ähnlich wie die Jugendanwaltschaft, als direkte Anlaufstelle dienen, die Rechte älterer Menschen sichern und ihre Interessen vertreten.
„Unsere Senioren verdienen Unterstützung, die weit über symbolische Worte hinausgeht“, so der Vorsitzende.
Altersdiskriminierung als Problem
Besonders kritisierte er Benachteiligungen bei alltäglichen Verträgen. Miet- oder Kreditabschlüsse würden Älteren oft erschwert oder verwehrt, Versicherungen verlangten teils deutliche Zuschläge allein aufgrund des Alters.
„Das ist Altersdiskriminierung, die wir nicht akzeptieren dürfen“, stellt von Dellemann klar.
Recht auf analoges Leben
Ein weiteres Anliegen betrifft die Digitalisierung. Viele Ältere seien überfordert, da Behörden, Banken oder Unternehmen ihre Services zunehmend ausschließlich online anbieten. Von Dellemann fordert deshalb ein „Recht auf analoges Leben“.
Wer digitale Angebote nicht nutzen könne, müsse weiterhin auf verlässliche analoge Zugänge bauen können. Andernfalls drohe gesellschaftliche Ausgrenzung.
Appell an alle Generationen
Zum Abschluss richtet der Vorsitzende den Blick auf das Miteinander: „Nur durch gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Solidarität lässt sich das Zusammenleben stärken – und davon profitiert die ganze Gesellschaft.“






