von ih 25.09.2025 09:13 Uhr

Julia Unterberger fordert Einführung von Mindestlohn

Die Vorsitzende der Autonomiegruppe im Senat, Julia Unterberger (SVP), hat im Plenum die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Italien gefordert. „Fast fünf Millionen Arbeitnehmer leben an der Armutsgrenze. Die Inflation der letzten Jahre hat die Kaufkraft zusätzlich geschwächt – deshalb braucht es den Mindestlohn“, erklärt die SVP-Politikerin.

Julia Unterberger, SVP Senatorin (Bild: SVP)

Julia Unterberger verwies darauf, dass in 22 von 27 EU-Staaten bereits ein Mindestlohn gilt. Deutschland habe ihn 2015 eingeführt, derzeit liege er dort bei fast 13 Euro und steige bis 2027 auf 15 Euro. In Italien hingegen scheitere selbst ein Vorschlag von neun Euro pro Stunde am Widerstand der Regierung.

Die SVP-Senatorin betont ein Mindestlohn sei notwendig, um Ausbeutung und Lohndumping zu verhindern sowie den sogenannten Gender Pay Gap zu verringern. Besonders kritisierte sie Niedriglöhne in systemrelevanten Berufen wie Pflege und Gesundheit, wo Beschäftigte in Italien oft weniger als neun Euro pro Stunde verdienen.

„Armut trotz Arbeit ist ein ernstes Problem. Steuersenkungen allein lösen es nicht. Es braucht mehr Schutz für Arbeitnehmer – und genau deshalb den Mindestlohn“, so Unterberger.

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