von ih 25.09.2025 08:11 Uhr

Debatte um Hundesteuer: Kritik an Vorschlag einer „Kuhsteuer“

In der politischen Diskussion um die Hundesteuer sorgt ein neuer Vorschlag für Aufregung: Vertreter der regierenden Fratelli d’Italia haben als Gegenreaktion die Einführung einer sogenannten „Kuhsteuer“ ins Spiel gebracht. Doch ihre Koalitionspartner der Freiheitlichen reagieren darauf mit scharfer Kritik und sprechen von einem „Schlag ins Gesicht für Südtirols Bauern“.

Symbolbild von 🌼Christel🌼 auf Pixabay

„Billige Polemik“

Die Partei von Landesrätin Ulli Mair betont, dass die Hundesteuer einzig im Zusammenhang mit dem gescheiterten DNA-Nachweis für Hunde stehe. Ohne diese Regelung drohe ab 1. Jänner rund 30.000 Hundehaltern ein Strafbescheid. Ziel müsse es sein, praktikable Lösungen zu finden, nicht aber „billige Polemik zu betreiben“.

Die Freiheitlichen verweisen darauf, dass eine Kuhsteuer sachlich nicht vergleichbar sei und einen Mangel an Respekt gegenüber der bäuerlichen Welt offenbare. „Die Viehwirtschaft ist tragende Säule unserer Kultur, Garant für gepflegte Landschaften und Herzstück unserer Identität“, heißt es in der Stellungnahme der Regierungspartei.

Grotesker Vergleich

Hunde und Kühe gleichzusetzen sei grotesk und zeuge von „sprachlicher Hilflosigkeit“ sowie von einem Unverständnis für die kulturellen Eigenheiten Südtirols. Der Bauernstand lasse sich nicht durch populistische Provokationen diskreditieren.

Abschließend unterstreicht Freiheitlichen-Obmann Roland Stauder: Eine Kuhsteuer „würde auf keine Kuhhaut passen“ und bleibe nichts anderes als ein Affront gegen jene, die täglich die heimische Kulturlandschaft bewirtschaften und erhalten.

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