von mmh 24.09.2025 15:14 Uhr

„Ein Skandal“ – Kinder im SOS-Kinderdorf Imst Opfer struktureller Gewalt

Die jüngsten Enthüllungen über das SOS-Kinderdorf Imst sorgen für Empörung in Nordtirol. Laut einem internen Bericht, (über den die Tiroler Tageszeitung berichtete) kam es über Jahre hinweg zu physischen und psychischen Gewalttaten sowie gravierenden Führungsfehlern. Die zuständigen Behörden hätten diese Missstände bereits seit 2017 erkennen und verhindern müssen.

Foto: APA

Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Gudrun Kofler bezeichnet die Vorkommnisse als „unfassbaren Skandal“. „In einer Einrichtung, die Schutz und Geborgenheit bieten soll, waren Kinder und Jugendliche Gewalt und Fehlverhalten ausgesetzt. Dass diese Vorfälle erst Jahre später ans Licht kommen, zeigt ein eklatantes Versagen der Verantwortlichen“, so Kofler.

FPÖ fordert politische Verantwortung

Kofler kritisiert besonders die Rolle der Behörden und Landesrätin Eva Pawlata: „Die Landesrätin kann sich nicht länger hinter internen Aufarbeitungsprozessen verstecken. Es braucht volle Transparenz, lückenlose Aufklärung und eine klare politische Verantwortung.“

Die FPÖ kündigte daher eine parlamentarische Anfrage im Nordtiroler Landtag an, um die offenen Fragen zu klären. „Es darf kein Vertuschen, kein Schönreden und kein Aussitzen geben. Die Verantwortlichen müssen Rede und Antwort stehen – und zwar jetzt. Alles andere wäre ein Schlag ins Gesicht jener Kinder und Jugendlichen, die im SOS-Kinderdorf Schutz hätten finden sollen“, betont Kofler abschließend.

  • (Foto: LAbg. Gudrun Kofler, FPÖ;)

Staats- und Aufsichtsbehörden in der Pflicht

Der interne Bericht legt nahe, dass Staats- und Aufsichtsbehörden die Missstände hätten verhindern können. Nun stehen sie ebenso wie die politische Führung in der Verantwortung, die Vorfälle transparent aufzuarbeiten und Konsequenzen zu ziehen.

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