von veo 23.09.2025 08:56 Uhr

Verlust von Humankapital und Fachwissen stoppen

Evelyn Palla, gebürtige Südtirolerin, übernimmt die Leitung der Deutschen Bahn AG. Der Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer warnt gleichzeitig vor dem anhaltenden Verlust von Humankapital in Südtirol.

Foto: Süd-Tiroler Freiheit

Karrieresprung und Mammutaufgabe

Evelyn Palla wird die Deutsche Bahn AG mit über 300.000 Mitarbeitern führen. „Auf der einen Seite ist das ein unglaublicher Karrieresprung, zu dem man nur gratulieren kann. Auf der anderen Seite macht es nachdenklich, wie viele Südtiroler im Ausland Karriere machen“, betont der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer.

Die Deutsche Bahn kämpft seit Jahren mit einer maroden Infrastruktur und ständigen Zugverspätungen. Palla will den Konzern sanieren, Bürokratie abbauen, Doppelstrukturen abschaffen und Entscheidungswege verkürzen. „Weniger Papier und mehr Macher“ lautet ihre Devise. Laut Zimmerhofer könnten solche „Machertypen“ auch Südtirol guttun.

Abwanderung und Fachkräftemangel in Südtirol

Südtirol weist laut der Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“ die höchste Auswanderungsquote Italiens auf. Im Vorjahr wanderten pro 1.000 Einwohner 18,4 Personen ab – 1,3 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Besonders junge, gut ausgebildete Menschen verlassen die Provinz, während gleichzeitig die Geburtenzahlen sinken.

Auf eine Landtagsanfrage erklärte die zuständige Landesrätin, dass die Abwanderung nicht an fehlenden Arbeitsmarktperspektiven liege, sondern daran, dass Südtiroler keine Hindernisse sehen, ins deutschsprachige Ausland zu gehen. Berufliche Perspektiven, Karrierechancen, Gehaltsniveau, Wohnkosten, Lebensqualität und Infrastruktur gelten als weitere Gründe für die Abwanderung. Zimmerhofer fordert daher in einer Aussendung auch für Südtirol: „Weniger Papier und mehr Macher“, um den Verlust von Humankapital und Fachwissen zu stoppen.

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