„Bürger dürfen nicht länger vertröstet werden“

„Es braucht endlich verbindliche Entscheidungen. Weitere Verzögerungen oder Ausreden sind nicht akzeptabel“, betont der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen, Stefan Unterberger. „Die Bevölkerung hat ein Recht auf Klarheit und eine echte Perspektive.“ Besonders gravierend sei die Situation in den Fraktionen und Nachbargemeinden, denn für Feldthurns, Latzfons, Lüsen, Tils und Tschötsch gebe es bis heute keine funktionierenden Alternativrouten. Solange diese nicht vorhanden sind, dürfen keine zusätzlichen Maßnahmen zulasten der Verkehrssicherheit gesetzt werden.
Auch der Ortssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Brixen, Konrad Unterfrauner, verweist auf die problematische Politik der vergangenen Jahre: „Tempo-30-Zonen und zusätzliche Fahrradstreifen auf der alten Staatsstraße sind für Pendler nicht tragbar. Die Durchfahrt muss gewährleistet bleiben, solange keine Alternativen existieren.“ Dass manche Fahrradstreifen inzwischen wieder entfernt wurden, sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die Stadtverwaltung falsche Entscheidungen getroffen hat. Hinzu kommt, dass es in Brixen kaum kostenlose Pendlerparkplätze gebe. „Das wenige Angebot reicht nicht annähernd aus, um die Verkehrsströme aus den Fraktionen aufzufangen. Von den Leuten zu verlangen, sie sollen am Stadtrand parken und den Rest mit dem Rad fahren, geht an der Realität vorbei“, so die beiden Funktionäre der Süd-Tiroler Freiheit.
Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Rund 2.500 Fahrzeuge pro Tag in der Feldthurnerstraße, 1.350 Fahrzeuge pro Richtung in der Lüsnerstraße und 310 Fahrzeuge in Tschötsch zeigen, wie hoch die Belastung ist und dass sie ohne Alternativrouten weiter steigen wird.
Die STF fordert daher:
- einen verbindlichen und nachvollziehbaren Zeitplan für die Umsetzung der Südspange,
- keine weiteren Verzögerungen durch vorgeschobene Gründe,
- funktionierende Alternativrouten für Fraktionen und Nachbargemeinden,
- die Sicherstellung der Durchfahrt auf der alten Staatsstraße, solange es keine Alternativen gibt,
- mehr kostenlose Pendlerparkplätze und eine echte Entlastung der Bürger.
„Die Menschen warten seit drei Jahrzehnten. Es ist höchste Zeit, dass der Stadtrat Verantwortung übernimmt, statt mit falschen Maßnahmen die Situation weiter zu verschärfen“, so Unterberger und Unterfrauner.






