von mmh 17.09.2025 07:36 Uhr

CL- Wahnsinn in Turin: Acht Tore in einer Halbzeit

Dieses Spiel wird Borussia Dortmund so schnell nicht vergessen. Am ersten Champions-League-Spieltag trennen sich der BVB und Juventus Turin mit 4:4. Alle acht Treffer fallen dabei in einer zweiten Halbzeit, die an Dramatik kaum zu überbieten war.

APA/THEMENBILD

Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte, in der kaum Torchancen zu sehen waren, ging es nach der Pause Schlag auf Schlag. In der 52. Minute brachte Karim Adeyemi die Dortmunder mit einem satten Schuss, gemessen auf 119 km/h, in Führung. Doch Juves Offensivtalent Kenan Yildiz, gebürtig aus Regensburg und lange in der Jugend des FC Bayern aktiv, glich nur zehn Minuten später sehenswert zum 1:1 aus. Die Antwort des BVB ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Nur 86 Sekunden später erzielte Felix Nmecha das 2:1, ehe Dusan Vlahovic in der 67. Minute erneut für Juventus traf.

Das Spiel wogte hin und her, und Dortmund schien nach weiteren Treffern von Couto (74.) und Bensebaini (86., per Elfmeter) alles klarzumachen. Mit einer 4:2-Führung kurz vor dem Ende wähnten sich die Schwarz-Gelben bereits auf der Siegerstraße. Doch in der Nachspielzeit kam der Einbruch. Zunächst verkürzte Vlahovic in der 94. Minute auf 3:4. Als der Schlusspfiff schon greifbar schien, köpfte Juves Verteidiger Lloyd Kelly in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 4:4-Endstand ein.

„Das Spiel müssen wir zu hundert Prozent gewinnen. Hinten gut stehen und nichts mehr anbrennen lassen – am Ende sollte es nicht sein. Wir sind auf jeden Fall enttäuscht“, ärgerte sich Torschütze Adeyemi nach der Partie. Auch Torhüter Gregor Kobel sprach von einem bitteren Abend: „Wir dürfen nicht in der Nachspielzeit zwei Tore kriegen. Das darf uns nach so einem geilen Spiel nicht passieren.“

Statt eines Traumstarts in die Königsklasse bleibt Dortmund nach einer furiosen zweiten Hälfte nur ein Punkt – und die Erkenntnis, dass die Defensive in entscheidenden Momenten noch zu anfällig ist.

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