Südtirols Artenvielfalt sichern: Projekte für Bienen, Wiesen und Wälder

„Dieses Bündel an Maßnahmen trägt dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten und sogar zu erhöhen“, betont Walcher. Sein Kollege Peter Brunner ergänzt: „Die Erhaltung unserer natürlichen Lebensräume ist nicht nur ökologisch, sondern auch gesellschaftlich eine Verantwortung.“
Konkrete Projekte für Flora und Fauna
Zu den Maßnahmen zählen unter anderem das Biodiversitätsprojekt Schneewinkel, das in Zusammenarbeit mit Eurac Research und dem Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse umgesetzt wird, sowie Bienenweiden in Latsch und Kortsch, die Lebensräume für Bienen und Insekten bieten. Auf 5000 Quadratmetern wurden 200 Bäume gepflanzt und bienenfreundliche Samen ausgesät, um Nahrung zwischen Apfelblüte und Sommerwanderung der Bienenvölker zu sichern.
Die Milchwirtschaft soll durch den Erhalt artenreicher Bergwiesen, bedrohter Nutztierrassen wie Grauvieh, Pinzgauer und Pustertaler Sprinzen sowie durch Natura-2000-Flächen unterstützt werden. Rund 3,2 Millionen Euro jährlich fließen über die Landschaftspflegeprämie in den Erhalt naturnaher Lebensräume. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen können sich zudem über den Waldfonds finanziell an Aufforstungs- und Waldschutzprojekten beteiligen.
Weitere Initiativen sind das Projekt Natur im Garten, die Produktion von autochthonen Wiesenblumen-Samen für den Obstbau, das Leuchtturmprojekt „Artenreiches Südtirol“ zur Beratung und Ausbildung sowie die Pflege der Streuobstwiesen. Schutzmaßnahmen wie Abdriftschutzstreifen im Obstbau fördern zusammenhängende Korridore für Fauna und Flora. Auch eine umfassende Bodenkartierung wird vorangetrieben, um Schutz- und Nutzungsstrategien für eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen Südtirols zu entwickeln.






