von lif 06.07.2025 09:48 Uhr

Elon Musk gründet eigene Partei

Die Spannungen zwischen Elon Musk und US-Präsident Donald Trump haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Tech-Milliardär will nun politisch mitmischen und verkündete gestern (6. Juli) auf seiner Plattform X die Gründung einer neuen Partei mit dem Namen „America Party“. 

Bild: APA/AFP

„Heute wird die ‚America Party‘ gebildet, um euch eure Freiheit zurückzugeben“, schrieb Musk und übte scharfe Kritik am derzeitigen politischen System in den USA. Dieses gleiche zunehmend einem Einparteiensystem, in dem Verschwendung und Korruption dominieren. Noch vor wenigen Monaten galt Musk als Unterstützer von Präsident Trump. Er hatte ihm nach dessen Amtsantritt sogar als Berater gedient und bei der Regierungsabteilung für staatliche Effizienz (DOGE) mitgearbeitet. Doch Ende Mai kam es zum Bruch. Auslöser war das von Trump durchgesetzte Steuergesetz „Big Beautiful Bill“.

Politischer Schlagabtausch

Vor der Verabschiedung des Gesetzes hatte Musk auf X scharfe Kritik geäußert. Er drohte offen, gegen Unterstützer des Gesetzes bei den nächsten Vorwahlen mobilzumachen und stellte erstmals die Gründung einer eigenen Partei in Aussicht. Als Trump das Gesetz unterzeichnete, machte Musk seine Drohung wahr.

Trump reagierte mit Gegenangriffen. Auf seiner Plattform „Truth Social“ warf er Musk vor, auf staatliche Subventionen angewiesen zu sein. Ohne diese müsse er „sein Geschäft schließen und zurück nach Südafrika gehen“, so Trump. Auch die von Musk mitgeführte Effizienzbehörde DOGE solle die Finanzhilfen für Musks Firmen nun prüfen.

Mehrheit der X-Nutzer stimmt für neue Partei

Bereits vor der offiziellen Gründung hatte Musk eine Umfrage unter seinen X-Followern gestartet: Über 1,2 Millionen Nutzer stimmten ab und mehr als 65 Prozent unterstützten die Idee einer neuen Partei. Musk will laut eigenen Angaben nicht sofort großflächig in den Wahlkampf einsteigen. Vielmehr plane er, sich zunächst auf wenige Sitze in Senat und Repräsentantenhaus zu konzentrieren. So könne seine Partei bei knappen Entscheidungen das politische Zünglein an der Waage sein. 

Ob und wann die „America Party“ offiziell bei der US-Wahlkommission registriert wird, ist noch unklar. 

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