von ih 06.06.2025 15:41 Uhr

Südtirol: Elternvertretung fordert konstruktive Lösungen in der Bildung

Der Landesbeirat der Eltern (LBE) hat bei seiner jüngsten Sitzung in Bozen zentrale bildungspolitische Herausforderungen in Südtirol diskutiert und dabei zu mehr Dialog und Verantwortungsbewusstsein aufgerufen. Im Fokus standen Themen, die viele Familien aktuell stark beschäftigen – von der Sprachförderung über Betreuungsangebote bis hin zur digitalen Bildung.

Foto: Silvia Cadamuro

Der Vorstand des LBE wird seit Jahresbeginn von Silvia Cadamuro und Sonja Spitaler gemeinsam geleitet. Die langjährige Vorsitzende Heidrun Goller bleibt dem Gremium als erfahrenes Mitglied erhalten und setzt ihr Engagement mit „konstruktiver Kontinuität“ fort.

Ein besonders brisantes Thema war die angekündigte Aussetzung von Schul-Ausflügen und Zusatzangeboten im kommenden Schuljahr – eine Folge der laufenden Gehaltsverhandlungen mit den Lehrkräften. Der LBE appellierte eindringlich an beide Seiten, im Interesse der Kinder rasch zu einer Lösung zu kommen. „Gute Bildung hat ihren Preis – aber Konflikte dürfen nicht auf dem Rücken der Familien ausgetragen werden“, betonte der Elternbeirat. Man setze auf einen respektvollen Dialog, um das hohe Bildungsniveau in Südtirol zu sichern. Starre Positionen würden dieser Verantwortung nicht gerecht, heißt es in einer Mitteilung.

Auch die Situation von getrennt lebenden Eltern im Schulalltag sowie die Mitbestimmung der Eltern in Bildungsprozessen wurden diskutiert. Der LBE versteht sich weiterhin als überparteiliche Plattform, die aktiv den Austausch mit Behörden und Bildungseinrichtungen sucht, um die Rahmenbedingungen für Kinder und Familien mitzugestalten.

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