Streit um Gemeindeausschuss in Tscherms

Viele Wähler haben nicht die SVP gewählt
„Mehr als 36 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben sich am 4. Mai nicht für die SVP entschieden. Dennoch ignoriert man diesen Teil der Bevölkerung komplett bei der Zusammensetzung des Gemeindeausschusses“, kritisieren Mair und Gruber.
Besonders enttäuscht zeigte sich Melanie Mair, die bei der Bürgermeisterwahl rund 30 Prozent der Stimmen erhielt und sich selbst für einen Platz im Ausschuss angeboten hatte – vergeblich. Ihre fachliche Qualifikation, ihr ehrenamtliches Engagement und ihre politische Erfahrung seien laut Mair ignoriert worden. „Dass die SVP so deutlich Parteigrenzen zieht, ist sehr schade“, betont sie.
Neben der Kritik an der Ausschussbesetzung übten die STF-Gemeinderäte auch deutliche Kritik am programmatischen Dokument der Bürgermeisterin für die Legislaturperiode 2025–2030. Dieses enthalte laut Gruber und Mair zahlreiche Passagen, die nahezu identisch mit dem Programm der vorangegangenen Amtsperiode seien. Zudem mangele es an konkreten Maßnahmen, insbesondere im Bereich Transparenz und Bürgernähe. Projekte wie eine geplante Dorfbar oder die Umgestaltung des alten Kindergartengebäudes würden im Dokument gänzlich fehlen.
„Es gibt noch viel Luft nach oben“
Die Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit kündigten an, ihre ausführliche Kritik in einer zweiseitigen Stellungnahme dokumentiert zu haben, die während der Ratssitzung übergeben wurde. „Es gibt noch viel Luft nach oben“, so das Fazit von Melanie Mair und Manuel Gruber.






