Brandstiftung aus Rache in Bozen

Gegen Abend ging bei der Einsatzzentrale ein Anruf über die Notrufnummer ein. Gemeldet wurde ein Feuer in einer Garage. Eine Polizeistreife war rasch vor Ort und traf auf den Anrufer, der schilderte, dass er beim Heimkommen Flammen im Tankstutzen seines Autos entdeckt – ein brennendes Stück Stoff ist dort hineingesteckt worden, berichtet die Quästur in einer Aussendung. Die Beamten begaben sich sofort in die Garage und fanden das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Da mehrere Autos in unmittelbarer Nähe abgestellt waren, bestand Explosionsgefahr. Einer der Polizisten griff zum Feuerlöscher und konnte die Flammen eindämmen, bevor Schlimmeres passierte.
Während der Sicherung des Brandortes fiel den Polizisten ein weiteres Fahrzeug auf, in dem eine Decke lag – exakt wie die, die zum Anzünden verwendet wurde. Als sie das Auto öffneten, entdeckten sie darunter einen 23-jährigen Bozner mit einer Vorgeschichte: Diebstahl, Raub, Widerstand gegen die Staatsgewalt. Neben ihm lagen ein Feuerzeug und eine fast leere Wodkaflasche.
Das Opfer erkannte den Mann sofort: Einige Tage zuvor hatte er ihn dabei beobachtet, wie er eine Frau brutal schlug. So verständigte er sofort die Polizei, weshalb der Mann damals festgenommen wurde.Â
Nun steht fest: Der Brand war ein gezielter Racheakt. Der 23-Jährige wurde wegen Brandstiftung festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt gebracht. Auf Anordnung des Quästors von Bozen, Paolo Sartori, wurde zudem eine Aufenthaltsverbot für Bozen über vier Jahre verhängt – der Täter darf die Stadt in dieser Zeit nicht mehr betreten.






