von lif 19.03.2025 08:49 Uhr

Bald startet wieder die Sommerzeit

Am letzten Sonntag des Monats, in der Nacht auf den 30. März, startet heuer wieder die Sommerzeit. Die Zeiger werden in Europa um 2.00 auf 3.00 Uhr vorrücken. Seit sieben Jahren liegt in der EU ein Vorschlag auf dem Tisch, dieses Prozedere zu beenden, eine Einigung ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Bild: APA/THEMENBILD

Der entsprechende Kommissionsvorschlag aus dem Jahr 2018 wurde zwar bereits im Frühjahr 2019 vom EU-Parlament abgesegnet. Seitdem liegt der Ball jedoch beim Rat, also den EU-Mitgliedstaaten, die seitdem keinen Entschluss gefasst haben. Der Abschaffung müssten die Mitgliedstaaten aber mehrheitlich zustimmen. Die derzeitige polnische Ratspräsidentschaft reagierte zunächst nicht auf eine APA-Anfrage, ob man das Thema auf die Agenda stellen möchte. Das letzte Mal, dass sich ein Ministerrat mit der Zeitumstellung beschäftigt hat, war im Dezember 2019, damals noch unter finnischer Präsidentschaft.

Zwischenstaatliches Uhrenchaos würde drohen

Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass es zu keinen Zeitumstellungen mehr kommt. Jedem Mitgliedstaat der Union sollte es aber überlassen werden, ob er ganzjährig auf Sommer- oder Winterzeit umstellt. Doch aus vielen Ländern kamen Bedenken gegen diesen Plan, da unter anderem für die Wirtschaft eine einheitliche Zeitzone wünschenswert erscheint, zumindest in Mitteleuropa. Andernfalls könnte zwischenstaatliches Uhrenchaos für Probleme sorgen.

Losgetreten wurde der Prozess der Abschaffung durch eine EU-weite (nicht-repräsentative) Online-Umfrage. Bei dieser hatten sich 84 Prozent der Teilnehmer für ein Aus der Zeitumstellung ausgesprochen. Die meisten votierten 2018 für eine dauerhafte Sommerzeit. 4,6 Millionen Antworten, davon allein drei Millionen aus Deutschland, gingen ein – ein Rekord, aber immer noch weniger als ein Prozent der EU-Bürger.

APA/UT24 

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