Natura-2000-Gebiete: Bauern fordern klare Regelungen

Seit Wochen gibt es Spekulationen über eine Senkung des Viehbesatzes auf 0,3 Großvieheinheiten (GVE) pro Hektar. Eine derartige Einschränkung hätte gravierende Folgen für betroffene Betriebe, warnt Locher: „Das wäre eine Katastrophe. Wer einmal aufgibt, wird kaum wieder weitermachen.“ Besonders ärgerlich sei, dass die betroffenen Gebiete bisher vorbildlich bewirtschaftet wurden. Strengere Regelungen würden deshalb auf großes Unverständnis stoßen.
Um Klarheit zu schaffen, stellte Locher eine aktuelle Anfrage im Landtag. Dabei betonte er, dass Verbote besonders dann problematisch seien, wenn deren genaue Ausgestaltung unklar bleibe. Der zuständige Landesrat Peter Brunner räumte ein, dass die Frist zur Stellungnahme zu den geplanten Änderungen – ursprünglich auf 60 Tage angesetzt – zu kurz sei. Er versprach eine Verlängerung, da die Materie äußerst komplex sei. Wie viele Betriebe tatsächlich mehr als zehn Prozent ihrer Flächen in Natura-2000-Gebieten haben, sei bislang nicht exakt erfasst.
Klar ist jedoch, dass in diesen Schutzgebieten keine Grenzänderungen mehr vorgenommen werden können, um landwirtschaftliche Nutzflächen auszuklammern. Deshalb fordert Locher eine intensive Suche nach praktikablen Lösungen, die eine nachhaltige Landwirtschaft weiterhin ermöglichen. Er drängt darauf, das Gespräch mit betroffenen Gemeinden und Verbänden zu suchen, um tragfähige Kompromisse zu finden. Vor allem eine Reduzierung des Viehbestands dürfe es nicht geben, so seine klare Forderung.
Die Diskussion über Natura-2000-Regelungen bleibt also weiter in vollem Gange. Landwirte und politische Vertreter hoffen nun auf konstruktive Gespräche und eine für alle Seiten tragbare Lösung.






