Die Fakten und Entwicklungen in Südtirols Bildung

Insgesamt besuchen 90.743 Kinder und Jugendliche eine Bildungsstätte in Südtirol. Davon sind 65.376 (72 Prozent) an Einrichtungen mit deutscher, 22.416 (24,7 Prozent) mit italienischer und 2.951(3,3 Prozent) mit ladinischer Unterrichtssprache angemeldet. Die meisten Kinder (15.367) sind im Kindergarten eingeschrieben. In der Grundschule werden 27.927 Mädchen und Buben unterrichtet, während 17.174 in die Mittelschule und 20.002 in eine Oberschule gehen. An den Berufsschulen werden weitere 10.273 junge Menschen ausgebildet.
Hohe Einschreibungsquote und Klassengrößen
Besonders hoch ist die Quote der Kindergartenbesuche: 95,8 Prozent aller Drei- bis Fünfjährigen sind eingeschrieben. Die allgemeine Schulbesuchsquote liegt sogar bei 101,8 Prozent – das heißt, es gibt mehr Einschreibungen als ortsansässige Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. Eine Kindergartengruppe umfasst im Schnitt 20 Kinder. In den Grundschulen sind es durchschnittlich 15 Schüler pro Klasse, in den Mittelschulen 19 und in den Oberschulen 18.
Die Versetzungen
Über 3.400 Schüler sind nach ihrem 18. Lebensjahr weiterhin in einer Schule eingeschrieben. Gründe dafür können ein späterer Schulbeginn, ein Schulwechsel oder eine Wiederholung sein. An den Grundschulen endete das Schuljahr für 61 Buben und 46 Mädchen negativ. In den Mittelschulen wurden 178 Buben und 86 Mädchen nicht versetzt, darunter 57, die in der dritten Klasse die staatliche Abschlussprüfung nicht bestanden haben. Auch in den Oberschulen schafften die meisten den Aufstieg, doch 1.598 bestanden nicht. Vor allem in der ersten Klasse sind die Quoten der nicht versetzten Schüler am höchsten. 94 wurden nicht zur Matura zugelassen und acht scheiterten bei der Prüfung.
Geschlechterverteilung und Vorlieben
In den Oberschulen sind mehr Mädchen (10.780) eingeschrieben als Burschen (9.222). Bei den Fachrichtungen gibt es deutliche Unterschiede: Während die Wirtschaftsfachoberschulen bei beiden Geschlechtern beliebt sind, überwiegen in den technologischen Fachoberschulen klar die männlichen Schüler. Die sozialwissenschaftlichen sowie Sprach- und Kunstgymnasien besuchen hingegen überwiegend Mädchen. Ähnliche Tendenzen zeigen sich an den Berufsschulen: Buben bevorzugen Ausbildungen im Handwerk, in Industrie oder Landwirtschaft, Mädchen eher im Gastgewerbe, Sozial- und Gesundheitswesen oder in der Hauswirtschaft.
Ausländeranteil und Religionsunterricht
12,7 Prozent der Schüler besitzen keine italienische Staatsbürgerschaft. Insgesamt sind das rund 11.500 Kinder und Jugendliche. In den Städten und somit in den italienischsprachigen Schulen ist ihr Anteil höher als in ländlichen Gebieten. Mehr als die Hälfte dieser ausländischen Jugendlichen stammt aus europäischen Ländern, gefolgt von Asien und Afrika. Am häufigsten vertreten sind Albanien, Marokko, Pakistan und Kosovo.
Gleichzeitig steigt auch die Zahl jener, die sich vom katholischen Religionsunterricht abmelden: Im Schuljahr 2023/24 sind es 3.088 (11,1 Prozent) in den Grund- und 1.571 (9,1 Prozent) in den Mittelschulen. Vor 15 Jahren lagen diese Werte noch bei unter vier Prozent .






