„Fleisch und Fisch nur gelegentlich, dann aber bewusst“

Flexitarisch essen: Mehr Pflanzen, weniger Fleisch
82 Prozent der befragten Experten sehen den wichtigsten Trend in einer pflanzenbetonten und flexitarischen Ernährungsweise. „Flexitarisch bedeutet, dass Fleisch und Fisch nur gelegentlich, dann aber bewusst und in hoher Qualität konsumiert werden“, erklärt Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol.
Strenge Verbote gebe es nicht – vielmehr gehe es um einen entspannten Zugang zu Essen, der Genuss und Gesundheit verbindet. Neben privaten Haushalten setzt sich diese Entwicklung auch in Kantinen und Krankenhäusern fort.
Personalisierte Ernährung auf dem Vormarsch
Den zweiten Platz im Ranking belegt die personalisierte Ernährung. Anhand individueller Analysen – beispielsweise von Blutwerten – sollen Ernährungskonzepte erstellt werden, die auf persönliche Bedürfnisse und Lebensphasen abgestimmt sind.
Besonders für Phasen wie die Menopause oder bestimmte gesundheitliche Herausforderungen könnte dies eine wichtige Rolle spielen.
Nachhaltige Ernährung als gesellschaftlicher Wandel
Fast gleichauf liegt der dritte große Trend: nachhaltige und klimafreundliche Ernährung. Immer mehr Menschen setzen auf regionale, saisonale und Bio-Lebensmittel oder bauen ihre Nahrung selbst an. Lokale Kreisläufe, regenerative Landwirtschaft und die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung gewinnen an Bedeutung.
Viele Experten sehen eine pflanzenbetonte (Trend 1) und eine nachhaltige Ernährung (Trend 3) als untrennbar miteinander verbunden – ein Megatrend, der die Esskultur dauerhaft verändern wird.
Weitere Entwicklungen: Gesundheit im Fokus
Gesundheit zieht sich wie ein roter Faden durch fast alle Trends. Dazu gehören funktionelle Ernährung (Trend 4), darmfreundliche Lebensmittel (Trend 5), blutzuckerfreundliche Ernährung (Trend 6) und alkoholfreie sowie alkoholreduzierte Getränke (Trend 7). Auch die Rückkehr zu naturbelassener, selbst zubereiteter Nahrung (Trend 8), bewussteres Snacken (Trend 9) sowie eine verstärkte Achtsamkeit und Ernährungsbildung (Trend 10) prägen das Ernährungsverhalten.
Die Studienautoren sind sich sicher: Der Wandel auf unseren Tellern hat bereits begonnen – und wird sich in den kommenden Jahren weiter verstärken.






