von ih 21.02.2025 17:39 Uhr

Neues Forschungsnetzwerk für das Gesundheitswesen in Südtirol

Nach dem erfolgreichen Start des Medizinstudiums „Medicine and Surgery“ in Bozen im September 2024 folgt nun der nächste Schritt in der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Südtirol: Ein Rahmenabkommen für interinstitutionelle Forschung wurde auf den Weg gebracht.

In Bozen wurde über ein interinstitutionelles Rahmenabkommen gesprochen, mit dem an einem international vernetzten Gesundheitswesen gearbeitet wird. Anwesend dabei war auch Gesundheitslandesrat Hubert Messner (4. von links, hinten). - Foto: LPA.

Am 21. Februar haben das Land Südtirol, der Südtiroler Sanitätsbetrieb, die Università Cattolica del Sacro Cuore, Eurac Research, der NOI Techpark, die Freie Universität Bozen sowie Claudiana Research die Weichen für eine enge Zusammenarbeit gestellt. Ziel ist es, zentrale Forschungsfelder zu definieren und eine international vernetzte Kooperation im Gesundheitsbereich zu etablieren.

Medizinische Forschung als Schlüssel zur Innovation

Gesundheitslandesrat Hubert Messner betont die Bedeutung der Forschung für die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems in Südtirol. „Die Medizin lebt von wissenschaftlichem Fortschritt. Mit einem starken Forschungsnetzwerk können wir nicht nur Studierende und medizinisches Fachpersonal nach Südtirol holen, sondern auch langfristig zur medizinischen Innovation beitragen“, erklärt Messner.

Der Dekan der Medizinfakultät der Università Cattolica, Antonio Gasbarrini, hebt hervor, dass es entscheidend sei, gemeinsam Forschungsschwerpunkte zu identifizieren. Durch die enge Zusammenarbeit könnten bestehende Forschungserfolge weiter ausgebaut und Südtirol als Standort für exzellente medizinische Forschung gestärkt werden.

Forschungsschwerpunkte und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das neue Forschungsnetzwerk wird sich auf verschiedene zentrale Bereiche konzentrieren. Dazu gehören unter anderem:

  • Präventionsmedizin und personalisierte Medizin
  • Versorgungsforschung im Bereich der Primärversorgung und Allgemeinmedizin
  • Digitale Gesundheitsanwendungen mit künstlicher Intelligenz
  • Innovative Versorgungsmodelle
  • Interprofessionelle Forschung zur Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe

Die Partnerinstitutionen arbeiten derzeit an der konkreten Ausgestaltung des Rahmenabkommens, das in den kommenden Monaten unterzeichnet werden soll. Damit wird ein weiterer Grundstein für die Stärkung von Lehre, Forschung und medizinischer Versorgung in Südtirol gelegt. Der Standort soll durch diese wissenschaftliche Weiterentwicklung langfristig an Attraktivität gewinnen.

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