Jagdstatistik: Abschusserfüllung bleibt hoch

„Auch im Jagdjahr 2024/2025 hat die Tiroler Jägerschaft den gemeinsam auf Basis von objektiven Kriterien festgelegten Abschussplan weitgehend erfüllt“, würdigt Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler die Leistungen der Jäger. „Angesichts der teils schwierigen Bedingungen durch den Klimawandel und die Sturmschäden in unseren Wäldern ist es nicht selbstverständlich, wie gut die Jägerschaft ihre Aufgaben erfüllt. Doch auch wenn wir auf den guten Fortschritt im vergangenen Jahr zurückblicken können, bleibt der Blick nach vorne gerichtet: Der Klimawandel und die massiven Sturmschäden fordern uns weiterhin heraus. Der Forstschutz und die Aufforstung von Schadholzflächen müssen weiterhin im Fokus stehen, besonders im Hinblick auf die Herausforderungen durch den Wildverbiss. Allein im vergangenen und heurigen Jahr pflanzen wir rund sechs Millionen neue Bäume. Nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten können wir die nötigen Weichen stellen, um unsere Wälder klimafit zu machen und den Lebensraum sowohl für uns, als auch für Wildtiere langfristig zu sichern.“
Abschusserfüllung und Rotwildzählungen: Aktueller Stand und Ausblick
Auch Landesjägermeister Anton Larcher zeigt sich hinsichtlich der Abschusserfüllung zufrieden. „Dank der Regulierungsbemühungen der Jägerschaft verzeichnen wir einen Abgang über 12.000 Stück, beinahe gleich wie im vorherigen Jahr. Im Vergleich dazu konnten vor zehn Jahren erst 9.000 Stück und 80 Prozent Erfüllung erreicht werden“, so Larcher.
12.116 Stück Rotwild wurden im aktuellen Jagdjahr bisher als Abgang verzeichnet, welches noch bis Ende März läuft. Aktuell liegt die Abschusserfüllung im Jagdjahr 2024/25 bei rund 89 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr, mit 12.315 Stück Gesamtabgang und 91 Prozent Erfüllung, konnte ein ähnliches Niveau erreicht werden. Für das nächste Jagdjahr laufen bereits die Rotwildzählungen an den Fütterungsstandorten zur Erhebung des Bestandes. „Aktuell finden im ganzen Land Rotwildzählungen statt. Weiters werden dieses Jahr im Frühling die Bestände von Auerhähnen und Birkhähnen erfasst und im Sommer und Herbst die landesweite Steinwildzählung umgesetzt“, berichtet Larcher über die anstehenden Aufgaben der Jägerschaft.
Verantwortungsvolle Umsetzung von Abschussverordnungen und Monitoring
Seinen Dank spricht Josef Geisler der Jägerschaft auch in Sachen Großraubtiere aus. 14 Abschussverordnungen für Risiko- und Schadwölfe hat die Tiroler Landesregierung 2024 erlassen, zwei davon konnten erfüllt werden. „Auch, wenn die Bejagung von Wölfen weiterhin eine Herausforderung darstellt, setzen sich die Jäger mit großem Engagement dafür ein, im Sinne von Mensch und Tier einen verantwortungsvollen Beitrag zu leisten. Die Tiroler Jägerschaft ist gut aufgestellt, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen“, so Geisler.






