Hochwasserwarnung: Pegelstände steigen in Südtirol

Höhere Wasserstände als beim letzten Hochwasser
Laut Meteorologe Günther Geier vom Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung zieht das Niederschlagsereignis am Nachmittag nach Osten ab. Besonders stark geregnet hat es in der zentralen und westlichen Landeshälfte, wo Spitzenwerte von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter im hinteren Passeiertal gemessen wurden. Die Schneefallgrenze liegt aktuell noch über 2500 Metern, und eine Wetterbesserung ist in den kommenden Tagen zu erwarten.
Stefan Ghetta vom Landesamt für Hydrologie und Stauanlagen berichtet, dass die Pegel im Etschtal, Überetsch, Unterland und im unteren Wipptal ansteigen. Am Pegel Etsch-Marling wurde bereits die Vorwarnstufe erreicht. Besonders am Zusammenfluss von Eisack und Rienz werden höhere Wasserstände als beim letzten Hochwasserereignis erwartet.
Aufgrund der bereits gesättigten Böden und der erhöhten Pegelstände im Unterlauf der Etsch wird prognostiziert, dass diese ebenfalls die Vorwarnstufe erreichen könnten, trotz geringerer Niederschlagsmengen als vor zwei Tagen.
Mit Rutschungen und Steinschlägen wird gerechnet
Der Hochwasserdienst der Agentur für Bevölkerungsschutz ist in ständiger Alarmbereitschaft und steht in regelmäßigem Austausch mit den Bezirkseinsatzzentralen der Freiwilligen Feuerwehren. Aktuell sind keine größeren Einsätze durch die Berufsfeuerwehr vermeldet worden.
Dennoch wird darauf hingewiesen, dass aufgrund der Bodenbefeuchtung in den kommenden Tagen mit Rutschungen und Steinschlägen zu rechnen ist. Der Landesstraßendienst sowie die Landesgeologie und die Forstinspektorate sind ebenfalls in Bereitschaft. Die Landesnotrufzentrale verzeichnet bislang keine wetterbedingten Einsätze oder Meldungen.






