Bester Traktorfahrer der Alpen im UT24-Interview

Jonas Alber aus Vöran hat sich am Sonntag einen Traum erfüllt und wurde auf der AgroTier in Wels zum besten Traktorfahrer des Alpenraums gekürt. In einem spannenden Wettkampf setzte sich der Südtiroler im großen Finale der Lintrac Supercup Europameisterschaft gegen über 100 Fahrer aus Österreich, Südtirol, der Schweiz und Bayern durch.
UnserTirol24: Wie haben sie reagiert, als sie gemerkt haben, dass sie der beste Traktorfahrer sind?
Jonas Alber: Es hat mich unmöglich gefreut. Ich war auch überrascht, weil ich mit dem nicht gerechnet habe. Es war eine sehr starke Konkurrenz, aber es ist dann im Endeffekt besser verlaufen als ich dachte. Am Ende hatte ich sogar noch zehn Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten und darauf bin ich schon stolz.
UT24: Wie funktioniert so ein Traktorenwettbewerb?
Alber: Wir hatten bereits im Juni eine Ausscheidung des Lintrac-Supercup in Sterzing. Damals haben sich Markus Egger und ich als Südtiroler für die Europameisterschaft in Wels qualifiziert. Und in Wels begann dann ab Donnerstag der finale Entscheid, wo die Besten der Besten aus den verschiedenen Ländern zusammenkamen. Das Große Finale war dann am Sonntag, an welchem die 30 besten Fahrer teilnahmen. Der Parkour war diesmal etwas intensiver, enger und kurviger und dann war da noch diese Wippe, bei welcher man versuchen musste, das Gleichgewicht zu halten.
UT24: Nicht nur in der realen Welt mussten die Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen, sondern auch vor einem Simulator. Wie kann man sich das vorstellen?
Alber: Genau, dies war der zweite Teil der ganzen Geschichte. Man sollte nicht nur einfach mit dem Traktor so fahren können, sondern auch mit einem Simulator, wo man noch einmal sehr genau sein muss und ein jeder Fehler sofort erkannt wird. Beispielsweise gibt es im Simulator solche Kegel. Wenn man nun einen dieser Kegel umfährt, gibt es sofort Strafsekunden, ein Kegel kostet fünf Sekunden. Wenn man jetzt zum Beispiel zehn Kegel umfährt, dann hätte man schon fast eine Minute Strafe und solch einen Rückstand kann man nicht mehr aufholen.
UT24: Wie ist das Fahrgefühl in solch einem Simulator?
Alber: Also es ist alles ziemlich echt aufgebaut. Es findet alles in einer originalen Lindner-Kabine statt. Die Frontscheibe wird durch einen großen Bildschirm ersetzt. Es ist zwar nicht genau dasselbe wie in einem richtigen Traktor, aber sehr ähnlich.
UT24: Haben Sie bereits einen Platz für Ihre Trophäe gefunden?
Alber: Ja, da muss ich erst mal schauen. Ich habe den Pokal vorerst mit nach Hause genommen, weil ich sehr spät vom Wettbewerb zurückkehrt bin. Zuerst werden wir aber mal schauen müssen den Pokal ein bisschen zu füllen (lacht).
UT24: Vielen Dank für das Interview und nochmals Gratulation zum Titelgewinn!
Alber: Dankeschön!






