Jugendliche entdecken „ol(t)s HONDwerk“

„Wir als Heimatpflegeverband möchten durch Aktionen wie die Handwerkswoche den Wert traditioneller Kulturtechniken unterstreichen und dazu beitragen, sie in die Zukunft zu bringen“, so die Obfrau des Heimatpflegeverbandes Claudia Plaikner, die auch daran erinnerte, in welchem Kontrast die handwerkliche Arbeitsweise zu billig und schnell produzierten Produkten der heutigen Zeit steht.Â
Die Jugendlichen konnten sich in dieser Woche ein Bild dazu machen, wie viel Zeit und Mühe es kostet, Dinge selbst herzustellen und welchen Wert diese dadurch gewinnen. Laut dem Jugenddienst Lana konnten sie sich eine Goasl bauen, sich am Federkielsticken ausprobieren, blaue Schürzen oder Taschen nähen und sich am „Haflingerhof“ in Jenesien anschauen, wieviel Arbeit dahintersteckt, das Mehl für Brot – oder in ihrem Fall die selbstgemachte Pizza – zu produzieren. Der Landespräsidentin der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund, Theresia Agreiter Larcher, ist es wichtig, dass traditionelle Handwerke und bäuerliche Produkte, die am Verschwinden sind, durch Projekte wie diesem an junge Leute weitergegeben werden und so noch einige Generationen überdauern.Â
Nähen mit blauen Firtigstoff (Bild: Jugenddienst Lana)Â
Während der Woche lernten die Teilnehmer andere Jugendliche aus den umliegenden Gemeinden kennen. Gemeinsam wurde viel über die alten Produktionsmethoden, über Nachhaltigkeit und darüber, wie man manches davon im Alltag einbauen kann, gesprochen. Begleitet wurden die Jugendlichen während der Woche von Max Franzelin und Simone Lanthaler, beide Jugendarbeiter im Jugenddienst Lana-Tisens. Dem Jugenddienst ist es nicht nur ein Anliegen, kontinuierlich den Austausch der Jugendlichen untereinander zu fördern. Auch war es für die Jugendlichen ein tolles Erlebnis, zu sehen, was sie unter fachkundiger Anleitung mit ihren Händen alles (er-)schaffen können. „Durch solche Projekte entstehen nicht nur tolle Produkte, sondern auch neue Freundschaften und nachhaltige, prägende Erlebnisse für die Jugendlichen“, so Simone Lanthaler.Â
Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Woche, die in dieser Form als Pilotprojekt heuer erstmals ausgetragen wurde, für alle Beteiligten, für Jung und Alt, ein tolles, nachhaltiges Erlebnis war, dessen Weiterführung auch in den nächsten Jahren wünschenswert ist.Â
A Goasl bauen (Bild: Jugenddienst Lana)Â
Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Familienagentur und dem Amt für Jugendarbeit des Landes Südtirol und den Mitgliedsgemeinden und -pfarreien des Jugenddienstes Lana-Tisens.






