von hz 24.06.2024 11:22 Uhr

STF: „So kann die Abwanderung gestoppt werden!“

Kein Gebiet in Südtirol ist so stark von Abwanderung betroffen wie das obere Ahrntal. Das zeigt eine WIFO-Studie, die die vergangenen zehn Jahre untersuchte. „Um diesen Trend zu stoppen, braucht es günstige Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Familien“, betont der Landtagsabgeordnete der „Süd-Tiroler Freiheit“ (STF), Bernhard Zimmerhofer. Er hat dazu bereits eine Reihe von Anfragen und Vorschlägen im Landtag eingebracht.

Foto aus Archiv: LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost

„Um attraktive Lebensbedingungen für Familien mit Kindern auch in den entlegensten Gebieten bieten zu können, bedarf es guter Anschlüsse an das öffentliche Verkehrs- und Glasfasernetz, sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort. Von zentraler Bedeutung ist auch der Schutz der Almwirtschaft, dazu bedarf es dringend einer Überarbeitung der gesamtstaatlichen und europäischen Programme zur Wiederansiedlung von Wolf und Bär“, schreibt Bernhard Zimmerhofer in einer Aussendung der STF.

Zimmerhofers Ideen

Konkrete Vorschläge wären laut dem Ahrntaler beispielsweise die offizielle Anerkennung der Höhlentherapie (Speläotherapie) gegen Atemwegserkrankungen im Klimastollen von Prettau, als ein ergänzendes Angebot zur Schulmedizin; die Übernahme der Neugersdorfer Hütte durch die Gemeinde zur touristischen Nutzung; ein Fahrradverbindungsweg Ahrntal-Zillertal; ein durchgehender Fahrradweg an der orografisch linken Seite der Ahr; der Ausbau der alten Kaserne in St. Peter zu einem Fahrradservice-Zentrum mit angeschlossenem Gastbetrieb, Fahrradverleih, Reparatur und Shuttledienst.

„Anstatt viel Steuergeld für Olympia oder für überzogene Straßenbauprojekte zu investieren, sollten nachhaltige Projekte gegen die Abwanderung gefördert werden. Leider wurden sämtliche Vorschläge bisher nicht umgesetzt“, bedauert Zimmerhofer. Und er betont: „Wir wollen, dass sich unsere Jugend und Familien mit Kindern vor Ort eine Zukunft aufbauen können, deshalb müssen wir jetzt konkrete Maßnahmen setzen! Nochmal zehn Jahre einen solchen Aderlass an Einwohnern können wir uns nicht leisten!“

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