von lif 18.06.2024 18:45 Uhr

Fachkräftemangel: Landesregierung sichert Studiengang trotz geringer Anmeldungen

Um dem akuten Fachkräftemangel im Sozialwesen entgegenzuwirken, hat die Landesregierung beschlossen, die Mindestanzahl an Einschreibungen für den Studiengang Sozialarbeit an der Freien Universität Bozen herabzusetzen. Damit wird sichergestellt, dass der Studiengang im kommenden Studienjahr 2024/25 stattfinden kann, obwohl bisher nicht ausreichend Interessierte eingeschrieben sind.

Wer sich für Arbeit mit Menschen interessiert und eine universitäre Ausbildung abschließen möchte, kann sich bis zum 10. Juli für den Studiengang Sozialarbeit an der Freien Universität Bozen inskribieren. (Foto: LPA/Claudia Corrent)

Beim Studiengang Sozialarbeit der Fakultät für Bildungswissenschaften stehen soziale Fragen im mehrsprachigen Kontext Südtirols im Mittelpunkt. Absolventen des Bachelorstudiums sind gefragte Fachkräfte, die im Sozialwesen dringend benötigt werden. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer ist sich dieser Tatsache bewusst und setzt sich für die Durchführung des Studiengangs auch im kommenden Studienjahr 2024/25 ein. Derzeit haben sich noch nicht ausreichend Interessierte in den Studiengang immatrikuliert, berichtet das Landespresseamt Südtirol in einer Aussendung. Eine zweite Einschreibungsphase läuft noch bis zum 10. Juli.

Laut Beschluss des Universitätsrates bräuchte es jedoch mindestens zwölf Neueinschreibungen, um einen Studiengang regulär starten zu können. Landesrätin Pamer hat darum heute (18. Juni) in der Landesregierung den Vorschlag eingebracht, von der Mindestanzahl an Immatrikulationen abzuweichen. Diese Ausnahme sei möglich, wenn der Studiengang von besonderem Interesse für das Territorium oder für besonders relevante Berufsbilder ist.

„Es steht außer Zweifel, dass Fachkräfte im Sozialwesen in sehr vielen Berufsbildern händeringend gesucht werden. Dies gilt auch für Sozialarbeiter, die wichtige Akteure sind, wenn es darum geht sozialen Zusammenhalt zu leben“, betont die Landesrätin. Südtirol könne es sich unter den aktuellen Umständen nicht leisten, an der Ausbildung interessierte junge Menschen abzuweisen oder zu vertrösten. Darum hat die Landesregierung dieser Abweichung ihre Zustimmung erteilt und somit sichergestellt, dass der Studiengang Sozialarbeit im Herbst 2024 starten kann.

Wer sich über das Studium informieren möchte, kann dafür die von der Universität organisierten Online-Info-Sessions nutzen: Am Donnerstag, 27. Juni, wird um 18 Uhr über den Studiengang informiert. Anmeldungen dazu erfolgen über die Webseite der Universität.

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