von ih 24.04.2024 10:20 Uhr

EU erlässt Richtlinien zur Energieeffizienz von Gebäuden

Die Europäische Union hat im Rahmen des Green Deal neue Vorgaben zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verabschiedet. Damit sollen die CO2-Emissionen gesenkt und der Energieverbrauch in der EU reduziert werden. Gebäude sind in Europa für etwa vierzig Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich

Der Alpenhof in Prettau wurde umfassend saniert und konnte seine Gesamtenergieeffizienz deutlich steigern. Foto: Plattform Land

Die Richtlinie sieht vor, dass die Mitgliedstaaten ehrgeizige nationale Ziele festlegen, um den Primärenergieverbrauch bis 2030 um 16 Prozent und bis 2035 um 20-22 Prozent zu reduzieren. Für Nichtwohngebäude sind stufenweise Sanierungen der ineffizientesten Gebäude bis 2033 vorgeschrieben. Ab 2028 müssen alle neuen öffentlichen Gebäude und ab 2030 alle neuen Gebäude emissionsfrei sein.
Diese Ziele sind nicht nur ein bedeutender Schritt zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050, sondern verbessern auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der EU. Erreicht werden sollen diese Vorgaben, indem Immobilien saniert und energetisch durch Wärmedämmung, den Einsatz energieeffizienter Fenster und Türen, eine Modernisierung von Heizungs- und Kühlsystemen, den Einsatz fortschrittlicher Baumaterialien und Technologien sowie durch die Integration erneuerbarer Energietechnologien direkt am oder im Gebäude verbessert werden.

Plattform Land bietet Sanierungsberatungen

Um die Umsetzung dieser ambitionierten Ziele zu unterstützen, bietet die Plattform Land in Zusammenarbeit mit der Kammer der Architekten spezialisierte Sanierungsberatungen für Private und Gemeinden. Damit sollen insbesondere leerstehende und ungenutzte Gebäude revitalisiert werden, was zur Belebung der Gemeinden und zur Vermeidung von Zersiedelung beiträgt.

Das Beratungsangebot umfasst bis zu 15 Stunden professionelle Begleitung durch erfahrene Architektinnen und Architekten. Interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Gemeinden können sich über die Webseitewww.plattformland.org/sb bis zum 29. April 2024 anmelden, wo sie auch die notwendigen Unterlagen und eine Checkliste zur Sanierungsberatung finden. Eine Fachjury wählt die Projekte aus.

Dank der Unterstützung durch die Stiftung Südtiroler Sparkasse bezahlen Privatpersonen einen reduzierten Selbstbehalt von 400 Euro zzgl. MwSt. und Gemeinden eine Pauschale von 1.000 Euro zzgl. MwSt.

Ein Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft

Die überarbeitete Richtlinie für die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ist ein entscheidender Baustein auf dem Weg Europas zu einer nachhaltigen Zukunft.

Durch die Verbesserung der Energieeffizienz und die Stärkung der lokalen Gemeinschaften durch die Wiederbelebung leerstehender Gebäude wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch sozialer Mehrwert geschaffen und die Wirtschaft gefördert.

Die EU rechnet mit einer regelrechten Sanierungswelle. Immerhin gibt es allein in Italien rund sieben Millionen Gebäude, welche in die schlechtesten Energieklassen fallen. Kritische Stimmen bemängeln, dass die Finanzierung dieser Maßnahmen von der Bürgerschaft zu tragen sein könnte. Deshalb ist die Schaffung von finanziellen Anreizen für Sanierungen ein wichtiger Erfolgsfaktor.

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  1. Itstime
    24.04.2024

    Beherrscht und versklavt von der EU. Das Volk muss blechen, die Multis lachen. Vorschriften über Vorschriften, Gesetz über Gesetz zu unserem “Wohle”. Wann wachen die Menschen auf?

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