von ih 03.04.2024 17:46 Uhr

Alfreider: „Je kleiner das Land, desto wichtiger die Vernetzung“

Verkehrslösungen auf der Straße und auf der Schiene im Personen- und Warenverkehr sind im Mittelpunkt des heutigen Tages in Brüssel für Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider gestanden. Er traf auch Pat Cox.

Daniel Alfreider (rechts) mit Pat Cox bei der Eröffnung der Connecting Europe days in Brüssel - Foto: LPA/Ingo Dejaco

Diese Woche findet in Brüssel das größte europäische Mobilitätsevent auf Einladung der Europäischen Kommission statt: Connecting Europe days („Europa verbinden”). An der Eröffnung nahm auch eine Delegation aus Südtirol unter der Leitung von Landesrat Daniel Alfreider und Ressortdirektor Martin Vallazza teil. Auf dem Event werden Vorträge, Workshops und eine Messe zum Thema Mobilität angeboten – auch die Brennerbasistunnel-Gesellschaft ist mit einem Stand vertreten; dort traf Alfreider Vertretende von Ferrovie dello Stato (FS), um sich über südtirolrelevante Bahnprojekte auszutauschen.

Weiterer Höhepunkt war ein Vieraugengespräch zwischen Landesrat Alfreider und Pat Cox, Koordinator des Skandinavisch–Mediterranen Verkehrskorridors (Scanmed-Korridor) im Transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-T). Im Gespräch ging es um die Förderschiene des „TEN-T“, die derzeit überarbeitet wird. Natürlich wurden auch der Brennerkorridor und die aktuellen Auseinandersetzungen angesprochen – hier wie auch bei der Lösung anderer Verkehrsprobleme unterstrich Landesrat Alfreider die Absicht, Südtirols pragmatische und lösungsorientierte Linie beibehalten zu wollen.

Interessant fand Pat Cox den Vorschlag, die Verkehrszähldaten von Südtirol, Deutschland und Österreich auf einer Plattform zu sammeln. „Durch die einheitliche Datenerfassung und Auswertung könnte so grenzüberschreitend Mobilitätsplanung und -steuerung vorgenommen werden”, sagt Alfreider. Südtirol erfasse die Daten bereits detailliert.

Mehrere Treffen

Schon am Morgen traf sich Alfreider in der Vertretung Bayerns mit Experten der Regionen Bayern und Tirol, sowie der Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz, der Europäischen Kommission, der BBT SE sowie verschiedener Interessenvertreter der Schiene und der Straße. Im Mittelpunkt stand die Debatte über die alpenquerenden Verkehre.

Dabei wurde vor allem auf das Potenzial und die Herausforderungen der Schiene Bezug genommen. Während der Brennerbasistunnel als Investition die Grundlage für eine bessere Verlagerung schaffen werde, fehle es noch an der operativen Harmonisierung im grenzüberschreitenden Bahnverkehr sowie an ergänzender Infrastruktur. „Ohne die Realisierung von weiteren Terminals im Süden und Norden des Brenners können wir die Potenziale der Schiene nicht ausnutzen”, sagte Landesrat Alfreider. Hierzu habe die Schweiz Positivbeispiele aufgezeigt.

Über das Projekt „Terra Raetica” tauschte sich Alfreider schließlich mit Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamts für Verkehr der Schweiz, aus. Für das gesamte Projektgebiet soll die geologische Kartierung fertiggestellt werden. Anschließend können dann die Trassenvarianten konkretisiert werden.

lpa

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