Landtag einstimmig für ein Frauenhaus in Bozen

„Wichtiges Zeichen gesetzt“
„Im Südtiroler Landtag wurde heute ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt, da der Beschlussantrag für ein Frauenhaus in Bozen einstimmig genehmigt wurde. Das zeigt, dass alle Abgeordneten im Südtiroler Landtag verstehen, wie wichtig es ist, gegen Gewalt an Frauen vorzugehen“, sind sich die Unterzeichener des Beschlussantrages einig. Mit dem genehmigten Beschlussantrag wird die Landesregierung verpflichtet auf die Gemeinde Bozen einzuwirken, damit die Realisierung eines Frauenhauses in Bozen erfolgt.
In den vergangenen fünf Jahren wurden allein in Südtirol 13 Frauen Opfer eines Mords. Die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder sieht hier dringenden Handlungsbedarf, weshalb ihr auch eine breite Unterstützung im Landtag wichtig war: „Diese schockierenden Zahlen zeigen uns die Notwendigkeit an zusätzlichen geschützten Orten für Frauen in Gewaltsituationen. Jährlich sind es etwa 600 Frauen, die sich in Südtirol an die vorhandenen Beratungsstellen wendenv, weiß Maria Elisabeth Rieder.
38 Unterkunftsplätze aktuell
Auf der Grundlage der Istanbul-Konvention sollten in Südtirol 53 geschützte Unterkunftsplätze verfügbar sein – momentan sind es lediglich 38. „Eine angemessene Unterbringung und professionelle Begleitung durch Frauenhäuser ist unerlässlich, um die Frauen und Kinder aus Gewaltsituationen zu befreien“, darüber seien sich alle Abgeordneten im Südtiroler Landtag einig.
Finanzielle Mittel stehen bereits zur Verfügung
Landesrätin Rosmarie Pamer erklärte in ihrer Stellungnahme, dass mit 6,5 Millionen Euro die finanziellen Mittel für das Frauenhaus Bozen bereits zur Verfügung stehen und die Gemeinde Bozen mit der Umsetzung des Projektes am Zug sei.
„Mit dem einstimmigen Beschluss hat der Landtag ein klares Zeichen in diese Richtung gesetzt“, sind sich Rieder und Pamer einig.






