von ag 05.11.2023 14:14 Uhr

Südtiroler helfen in Flutgebieten

Die mittelitalienische Region Toskana ist erneut von schweren Unwettern heimgesucht worden. Weil zwei Bäche über die Ufer zu treten drohten, mussten 1.200 Personen in den Gemeinden Montemurlo, Montale und Prato ihre Häuser verlassen, teilte der Präsident der Region Toskana, Eugenio Giani, am Samstagabend mit. Am Sonntag machte sich nun eine Truppe des Weißen Kreuzes nach Mittelitalien auf.

Foto: facebook/Landesrettungsverein Weißes Kreuz

In der Toskana sei seit 50 Jahren in einem derart kurzen Zeitraum nicht so viel Regen gefallen wie jetzt, erklärte Regionalpräsident Giani. Seit 1966 habe es nicht mehr so viel geregnet. Hunderte Angehörige von Rettungseinheiten sowie Freiwillige standen im Einsatz, um die Straßen der betroffenen Gemeinden von Schlamm und Geröll freizuschaufeln. Wasserpumpen waren im Dauereinsatz. Giani bezifferte die Unwetterschäden auf eine halben Milliarde Euro.

Auch in anderen italienischen Regionen kam es wegen der Unwetter zu Problemen. Der Pegel des Po stieg weiter an und überschwemmte mehrere hundert Hektar Felder in der Gegend der Stadt Mantua. Die Situation entlang Italiens längstem Fluss wird von den Behörden ständig beobachtet.

Südtiroler machen sich auf den Weg

Wie der Landesrettungsverein Weißes Kreuz auf seiner Facebookseite mitteilt, ist am Sonntag eine Truppe von Helfern in die Toskana aufgebrochen. Die freiwilligen Helfer werden die örtlichen Behörden unterstützen und der schwer betroffenenen Bevölkerung bei den Aufräumarbeiten zur Seite stehen.

Regen hält an

Die Schlechtwetterfront soll auch in den nächsten Tagen anhalten. Die Gemeinde Venedig schaltete am Sonntag zum zweiten Mal binnen einer Woche das Dammsystem MOSE ein, um das Stadtzentrum vor Hochwasser zu schützen. Auch auf Sizilien sanken die Temperaturen. Auf dem Vulkan Ätna fiel Schnee.

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