Weitere Niederschläge – Steinschläge und Rutschungen möglich

Am Samstagabend tritt wie angekündigt das dritte Niederschlagsereignis in dieser Woche ein. Da es auf mit Nässe gesättigte Böden trifft, ist weiterhin mit lokal auftretenden Steinschlägen und Rutschungen zu rechnen, warnt das Presseamt des Landes in einer Aussendung.
Da zudem mit sinkender Schneefallgrenze auf den Straßen besondere Vorsicht geboten ist, wird das Ereignis der vergangenen Tage in seiner Gesamtheit betrachtet und der Zivilschutzstatus Aufmerksamkeit beibehalten, fasst der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger zusammen. Im Warnlagebericht scheint die Warnstufe Gelb für hydrogeologische Risiken und für Schneefälle im Tal am Reschen und in der Brennergegend sowie im Pustertal auf, berichtet der Direktor des Landeswarnzentrums Willigis Gallmetzer.
Schwaches Tief am Abend
Das schwächste der drei Tiefs dieser Serie seit dem vergangenen Sonntag werde heute Abend wie angekündigt in Südtirol eintreffen, fasst Dieter Peterlin vom Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung zusammen. Am Abend beginnen die Niederschläge und dauern über Nacht an. Die Niederschlagsmengen werden sich zwischen 10 und 20 Liter pro Quadratmeter bewegen, stellenweise können sie auch darüber liegen, etwa im Unterland und im Ultental. Die Schneefallgrenze liegt um die 1000 Meter und kann bei stärkeren Niederschlägen auch weiter herunter bis auf 800 Meter sinken. Morgen hören die Niederschläge auf, die nächste Woche wird im Hinblick auf das Wetter ruhiger.
Fahrzeuge mit Winterausrüstung ausstatten
Die Landesverkehrsmeldezentrale wird in ihrem Verkehrsbericht laufend auf die aktuelle Situation auf Südtirols Straßen hinweisen. Da die Schneefallgrenze bis auf 800 Meter sinken wird, ist unbedingt darauf zu achten, dass die Fahrzeuge mit Winterausrüstung ausgestattet sind.
Zivilschutzstatus bleibt auf Aufmerksamkeit-Alfa
Nach der Bewertungskonferenz vom Sonntag (29. Oktober) war der landesweite Zivilschutzstatus auf die Aufmerksamkeitsstufe Alfa angehoben worden. Nach der Bewertungskonferenz am Samstag wurde beschlossen, diesen Status bis Sonntag (5. November) landesweit beizubehalten, da die Hänge mit Nässe gesättigt, die Böden also geschwächt und daher noch lokale hydrogeologische Ereignisse wie Rutschungen und Steinschläge zu erwarten sind. Nach Abschluss dieses dritten Niederschlagsereignisses wird die Situation morgen Mittag wieder bewertet.
Die mit Nässe gesättigten Böden sind derzeit sehr instabil; die Aufnahme entstand in Schenna – Foto: LPA/Landesstraßendienst
Was im Ernstfall zu tun ist
Zur Frage Was tun?, unter anderem bei Muren und Steinschlag, hat der Bevölkerungsschutz Verhaltensempfehlungen zusammengestellt, damit sich alle angemessen vorbereiten und richtig verhalten können und damit zur eigenen und der Sicherheit anderer beitragen: Nach dem Motto „informiert und vorbereitet“.






