von lif 25.08.2023 15:18 Uhr

Verletzte bei starken Unwettern

Die schweren Unwetter über Bayern haben Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag Verletzte gefordert. Auf einem Campingplatz in Lindau am Bodensee waren mehrere Bäume umgestürzt, sechs Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Aus Sicherheitsgründen räumten die Behörden den Platz, rund 900 Camper verbrachten die Nacht in der Inselhalle.

Foto: APA

Orkanböen hatten in Lindau Geschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern in der Stunde erreicht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Im nahe gelegenen Friedrichshafen am baden-württembergischen Ufer des Bodensees wurden 137 Kilometer in der Stunde gemessen. Dort wurde ein Zeltlager geräumt. Rund 300 Menschen mussten die Nacht auf Freitag in einer Turnhalle verbringen.

Bei einem Motorradtreffen im schwäbischen Nördlingen wurden zahlreiche Biker vom Unwetter überrascht. Zehn Menschen seien von umherfliegenden Teilen verletzt worden. Drei von ihnen kamen ins Krankenhaus. Nach Polizeiangaben hatten sich ersten Erkenntnissen zufolge bei dem Treffen auf dem Nördlinger Flugplatz auch Teile einer Bühne gelöst.

Im rund 75 Kilometer entfernten Augsburg berichtete die Exekutive von umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Unterführungen. Dort gab es nach Angaben einer Sprecherin zunächst aber keine Berichte über Verletzte. In Dachau wurde eine Frau verletzt, als ein Baum auf ihr Wohnhaus stürzte. Bei Blitzeinschlägen in eine Gaststätte, ein Wohnhaus und ein landwirtschaftliches Gebäude in und um Freising gab es dagegen keine Verletzten.

Allein das Polizeipräsidium Oberbayern/Nord zählte rund 200 Unwetter-Einsätze in seinem Zuständigkeitsbereich, das niederbayerische Präsidium 120 – hauptsächlich im Raum Landshut.

Auch am Flughafen München gab es orkanartige Böen mit 112 Kilometern pro Stunde. Der meiste Regen in Bayern fiel in Lenggries im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit 31 Litern in einer Stunde pro Quadratmeter – gefolgt von Tittmoning im Landkreis Traunstein mit 30 Litern.

Unwetter auch Auswirkungen auf die Bahn

Die Einsatzkräfte mussten in der Nacht 15 Fahrgäste aus einer Münchner S-Bahn retten, weil ein Baum auf den Zug gefallen war. Verletzt wurde bei dem Vorfall in der Nähe der Haltestelle Erdweg niemand. Rund eine Stunde später sei die Linie S2 erneut betroffen gewesen: Sechs Fahrgäste mussten aus einem Zug geborgen werden, der wegen eines Stromausfalls nicht weiterfahren konnte.

APA/UT24

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