von ak 24.01.2023 14:59 Uhr

Personalentwicklung: Autonomes und digitales Lernen im Fokus

Bei der Fortbildung des Landespersonals gilt dem autonomen und digitalen arbeitsbegleitenden Lernen ein Hauptaugenmerk. Die Landesregierung hat das Personalentwicklungsprogramm 2023/24 genehmigt.

„Für das Land als öffentlicher Arbeitgeber ist die Weiterbildung des Personals nicht nur eine Pflicht, sondern ein Auftrag“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

„Kompetente, engagierte, gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter sind die Erfolgsfaktoren für die Südtiroler Landesverwaltung und die Qualität der Dienste für die Bürger.“ An diesem Leitsatz orientiert sich das Programm 2023/2024 zur Personalentwicklung des Landes, dem die Landesregierung am 24. Jänner zugestimmt hat. Grünes Licht gab sie auch für die Richtlinien zur Durchführung von Aus- und Weiterbildungsinitiativen und den Teilnahmemodalitäten für das Landespersonal, heißt es in einer Aussendung des Landes Südtirol. Der Schwerpunkt in dem 30 Seiten umfassenden Personalentwicklungsprogramm gilt der Förderung des autonomen und digitalen arbeitsbegleitenden Lernens. Das Programm richtet sich an die über 12.000 Landesbediensteten und in Teilen, beispielsweise dem Arbeitsschutz, auch an die rund 9500 Lehrpersonen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher, der in der Landesregierung auch für das Personal zuständig ist, erklärte im Anschluss an die Regierungssitzung, dass jeder Arbeitgebende die Pflicht habe, für die Weiterbildung der Mitarbeitenden Sorge zu tragen. „Für uns als öffentlicher Arbeitgeber ist es ein Auftrag, dem Personal die Möglichkeit zu geben, sich fortzubilden und sich weiterzuentwickeln“, betonte der Landeshauptmann. Diese Entwicklung komme dann nicht nur dem einzelnen Mitarbeitenden zugute, sondern über die öffentlichen Dienstleistungen der gesamten Bevölkerung.

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise war auch die Landesverwaltung gefordert, ihre Arbeitsmodalitäten anzupassen. Smart Working wurde erfolgreich eingeführt. Die guten Erfahrungen und hilfreichen Arbeitsmodelle aus dieser Zeit sollen beibehalten und ausgebaut werden. Landeshauptmann Kompatscher wies darauf hin, dass das digitale Lernen im Mittelpunkt der beruflichen Weiterbildung stehe und vermehrt Online-Lernangebote bereitgestellt würden: „Durch das digitale Lernen soll der Zugang zu Wissen flexibel, einfach, schnell, individuell und selbstgesteuert erfolgen, weitgehend unabhängig von Zeit und Ort. Wodurch die Eigenverantwortung der Bediensteten gestärkt werden soll.“

Digitale Lernbibliothek

Zu diesem Zweck steht eine digitale Lernbibliothek mit Kursunterlagen, Video-Tutorials, Aufzeichnungen von Webinaren, E-Learning-Kurse und anderem mehr zur Verfügung. Diese Lernbibliothek soll nicht nur eine agile Lernkultur und ein selbstgesteuertes, selbstorganisiertes Lernen fördern, sondern auch das lebenslange Lernen befeuern. Über diese Bibliothek sollen Unterstützungsangebote für eine erfolgreiche Einführung und Einarbeitung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereitgestellt werden. Um neue Mitarbeitende „an Bord zu holen“, wird im Herbst wieder eine fundierte Grundausbildung starten. „Im vergangenen Herbst haben 80 neu aufgenommene Bedienstete eine solche absolviert“, informiert in diesem Zusammenhang Generaldirektor Alexander Steiner. Der Generaldirektor unterstreicht die Bedeutung einer guten Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, „die eine sinnstiftende Tätigkeit im Dienste der Allgemeinheit“ ausüben.

Verwaltung, Recht, Sozialkompetenz und Arbeitsschutz

Ein besonderes Augenmerk gilt dem verwaltungstechnischen und juridischen Bereich: Für die Mitarbeitenden gibt es Lernangebote zu verschiedenen Themen, darunter die Verwaltungsverfahren, Transparenz und Zugang zu den Verwaltungsunterlagen oder das Abfassen von Verwaltungsakten. Um Vernetzung und Austausch zu fördern, werden wieder Präsenzkurse zur Stärkung persönlicher und sozialer Kompetenzen angeboten. Zudem gibt es Kurse in den Bereichen Kommunikation, Kollaboration und Konfliktbewältigung, Resilienz und Selbstmanagement, agile Methoden zur Problemlösung und Gesundes Arbeiten, die auf den Kompetenzrahmen des Europäischen Amtes für Personalauswahl (EPSO – European Personnel Selection Office) aufbauen.

Im Bereich des Arbeitsschutzes sollen Aus- und Fortbildung neu ausgerichtet und an die neuen Rechtsvorgaben angepasst werden. Berücksichtigt wird im Programm auch der fachspezifische Weiterbildungsbedarf der einzelnen Abteilungen und Ämter.

Neben den Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen organisiert das Landesamt für Personalentwicklung Coaching und Mentoring, Angebote zur Teamentwicklung, es unterstützt und begleitet Entwicklungs- und Veränderungsprozesse und fördert die Chancengleichheit durch gezielte Fortbildungen für Frauen mit Führungsauftrag.

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