von hz 23.01.2023 15:33 Uhr

hds: „Kennzeichnung der Lebensmittel-Herkunft nicht verpflichten!“

Vor kurzem hat der vierte Gesetzgebungsausschuss im Südtiroler Landtag den Gesetzentwurf zur verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern bei Verabreichung in der gesamten Gastronomie genehmigt. „Die Betriebe verpflichten und bei Zuwiderhandlung strafrechtlich ahnden sind eindeutig der falsche Weg“, betont der Präsident des Wirtschaftsverbandes hds, Philipp Moser.

Bild von (Joenomias) Menno de Jong auf Pixabay

Stattdessen sollte mehr auf Sensibilisierung der Betriebe gesetzt werden, heißt es in einer Aussendung. Somit sollte auch die Kennzeichnung der Herkunft auf freiwilliger Basis erfolgen. „Alles andere bringt für viele Betriebe einen zusätzlichen großen bürokratischen Aufwand mit sich“, ergänzen der Sprecher der Gastronomie im hds, Robert „Bobo“ Widmann, und der Vertreter der Gruppe hds food (die Lebensmittelproduzenten Bäcker, Konditoren, Speiseeishersteller und Metzger), Paul Wojnar. So würden etwa die Speisekarten immens größer, vor allem bei dreisprachigen Karten.

Bevor das Gesetz im März in den Landtag kommt, wird der hds eine Reihe von Einwänden und Optimierungsvorschlägen einbringen, denn viele Aspekte seien im Gesetzesentwurf noch offen. Fragen wie: Was geschieht mit Rohstoffen, die vor dem Inkrafttreten dieser Bestimmung eingekauft oder gelagert wurden? Oder: Was ist mit Produkten, die z.B. von anderen EU-Ländern importiert wurden?

Keine Frage: Bewusstes Konsumieren ist wichtig. Und dazu gehört auch die Information über die Herkunft von Lebensmitteln. Wir schlagen aber dafür den Weg der Sensibilisierung bei Betrieben und Konsumenten vor“, so Moser.

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  1. MartinB
    24.01.2023

    Die Gier und Nichtinformation bei angenommen typisch lokalen Nahrungsmitteln fordern leider zu dieser bürokratischen Lösung auf.
    Wie wäre es damit: alle Lebensmittel die keine durchgängig zertifizierte Herkunft haben müssen in Speisekarten extra ausgewiesen werden, die anderen nur freiwillig?

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