von hz 14.05.2022 18:22 Uhr

Familie als Kern- und Keimzelle

Zur jährlichen Ordentlichen Landesversammlung hat der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) seine Mitglieder samt Vorstand und Gästen am Samstagvormittag eingeladen. Der Rückblick, die IST-Situation, vor allem aber zukunftsorientierte, optimistische Stimmung rückten einmal mehr die Familie in ihrer ganzen Vielfalt, als Kern- und Keimzelle in den Mittelpunkt.

KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner - Foto: © KFS_Matthaeus Kostner

Die aktive Teilnahme an dieser jährlich stattfindenden Landesversammlung zeige den Wert und das Bewusstsein um die Familie als kostbares Gut, das zu pflegen, hegen und beleben es gilt, heißt es in der Aussendung des KFS. Richtungsweisend hierfür waren die einleitenden Grußworte und Weggedanken von KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner, die sich beim Vorstand, den Ehrenamtlichen, allen Mitarbeitern, bei den Revisoren, Partnern, Förderern und Pressevertretern und nicht zuletzt bei den Ehrengästen für deren engagierten Einsatz bedankte.

„Die Angebote, die wir als KFS unter dem Jahresmotto ‚Vielfalt Familie‘ bieten, sollen und wollen auch in Südtirol attraktiv und gut lebbar machen und können sich sehen lassen! Während der Covidzeiten haben die Verbände, auch wir als KFS, mit ca. 15.000 Mitgliedsfamilien landesweit als stärkste Verbandsstruktur dieser Art, mit viel Hausverstand und Einsatz unterstützt. Darauf bin ich als Präsidentin besonders stolz!“, betonte Mitterrutzner und bedankte sich bei den engagierten Zweigstellen, die keine Mühen und keinen zeitlichen Aufwand gescheut haben, den Familien eine willkommene Abwechslung im anstrengenden Corona-Alltag zu bereiten. Der zu organisierende Familienalltag, das gesellschaftliche Leben, vieles war in den vergangenen beiden Jahren unsicher und im Wanken und hier haben besonders die neuen alternativen Aktionen der Zweigstellen und die Nachmittags- und Sommerbetreuungen im KFS geholfen, die Situationen zu schultern und damit den Familien sichtbar, fühlbar und konkret unter die Arme gegriffen. Dies wurde immer wieder untermauert und betont. Auch von Samantha Endrizzi, unter deren geschäftsführenden Feder der KFS in den vergangenen fünf Jahren viel Bemerkenswertes bewegt und erreicht hat.

LH: „Es wird schwierige Verhandlungen mit Rom geben“

Auch heuer war Ehrengast Landeshauptmann Arno Kompatscher der Einladung zur Vollversammlung gefolgt, dankte dem KFS für die kreative, engagierte und flexible Tätigkeit und wies auf die schwierige Zeit hin „in welcher der Familienverband im Anbetracht dessen, was für die Familien oft ermöglicht wurde, kleine Wunder vollbracht!“ Im Hinblick auf den Ukrainekrieg betonte er: „Die Familien sind dadurch jetzt zusätzlich unter Druck, die Kinder spüren, dass etwas Schlimmes passiert. Das macht Angst und Druck. Wir müssen schauen, dass das Ehrenamt wieder mehr Freude macht. Es wird schwierige Verhandlungen mit Rom bezüglich der finanziellen Grundsicherung geben, aber wir werden, müssen und wollen Lösungen finden. Das bin ich schuldig!“, versicherte er „und inzwischen müssen wir vernünftige Zwischenlösungen finden. Ökologie, Ökonomie, soziale Bildungs- und Chancengerechtigkeit, das sind die Ziele der Vereinten Nationen und auch wir orientieren uns danach. Wir werden niemanden zurücklassen, nicht die Kinder und nicht die älteren Leute!“

Landeshauptmann Arno Kompatscher als Festredner bei der vielbesuchten KFS-Landesversammlung – Foto: © KFS_Matthaeus Kostner

Gastreferentin aus Deutschland beeindruckt mit Vortrag

Die Gastreferentin Felicitas Richter (D) beeindruckte mit ihrem Vortrag „Schluss mit dem Spagat! Wie Sie aufhören, sich zwischen Familie und Beruf zu zerreißen und trotzdem beides meistern“. Als Autorin, Rednerin, Coach und selbst Mutter von vier Kindern hält die Diplom-Sozialpädagogin seit 15 Jahren Vorträge und berät Eltern in herausfordernden Zeiten. Der thematisch topaktuelle Inhalt des Vortrags als „Futter für die Seele“, ist als eines jener Werkzeuge gedacht, die der KFS den Familien als Hilfestellung und gedanklichen Überbrückungsbeistand anbietet. „Das Fundament der Vielfalt ist die Einzigartigkeit. Familie und Beruf sind zu trennen, um sie zu vereinbaren!“, so Richter. Landeshauptmannstellvertreterin, Familien- und Soziallandesrätin Waltraud Deeg sprach von den Erfahrungen aus der Coronapandemie und von den beeindruckenden Zahlen der soeben erschienenen Familienstudie: „Wir werden uns gemeinsam auf politischer Ebene um Lösungen bemühen, werden gemeinsam denken, zusammenarbeiten, gemeinsam Vertrauen geben. Besonders bedanke ich mich für den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Südtiroler Familien!“

Waltraud Deeg, Landeshauptmannstellvertreterin, Familien- und Soziallandesrätin – Foto: © KFS_Matthaeus Kostner

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