von hz 11.05.2022 13:51 Uhr

Heimatbund ist entsetzt über Alpini-Übergriffe

Entsetzt ist der Südtiroler Heimatbund über die Hunderte von Übergriffen bei der Adunata der Alpini in Rimini. Was Frauen und weibliche Minderjährige in der Stadt an der Adriaküste erleiden mussten, erinnert an das finstere Mittelalter, so Obmann Roland Lang.

Hut des italienischen Militärs. - Bild: Privat

Nun gebe es bereits die erste Anzeige und es werde wohl endlich Zeit, dass der Präsident der Alpinivereinigung, Sebastiano Favero, die schwereren Ereignisse bei der Adunata (UT24 berichtete) zur Kenntnis nimmt, Maßnahmen ergreift und sich zuallererst bei den Opfern entschuldigt, schreibt Lang in einer Aussendung.

Der Südtiroler Heimatbund teilt die Meinung der Vereinigung Gewalt gegen Frauen „Non una di meno“, dass die vielen Berichte über sexuelle Übergriffe unbedingt ein gerichtliches Nachspiel haben sollten.

Verteidigungsminister Lorenzo Guerini, der auf der Ehrentribüne die Adunata verfolgte, solle jetzt die Initiative ergreifen, sich mit der Frauenbewegung „Non una di meno“ zusammentreffen und sich die Berichte anschauen. Auch ein Treffen mit den Opfern der gewaltsamen Übergriffe sollte ins Auge gefasst werden, so Lang.

In einigen Jahren Alpini-Treffen in Bozen?

Die Täter haben als ehemalige Alpini auf die italienische Republik und die Verfassung geschworen. Auch in diesem Sinne seien die Übergriffe noch schwerwiegender.

Der Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi, möchte 2028 die Adunata nach Bozen holen. Die Ereignisse in Rimini werden ihn hoffentlich zum Nachdenken anregen, schließt SHB-Obmann Lang.

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