von ih 03.01.2022 08:10 Uhr

Omikron: Herdenimmunität durch Durchseuchung statt Impfung?

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gibt es vermehrt Anzeichen darüber, dass Wissenschaftler aller Welt sich darüber Gedanken machen, die Omikron-Variante zur Durchseuchung der Bevölkerung zu nutzen. Damit könnte – nach dem Vorbild Schwedens – eine natürliche Herdenimmunität ganz ohne Impfung erreicht werden.

APA/THEMENBILD

„Die fünfte Welle könnte damit enden, dass eine große Zahl von Menschen infiziert wird. Nur durch eine natürliche Exposition, wenn man mit Impfstoffen geschützt ist, sehe ich, dass dieses Virus endemisch wird“, meinte kürzlich der israelische Professor Cyrille Cohen gegenüber der Jerusalem Post.

Während die erste und zweite Welle in Israel noch mit einem Lockdown eingedämmt werden konnte, setzte man zuletzt alle Hoffnungen in die Impfung. Den Nutzen, den sich viele Politiker davon allerdings erhofft hatten, trat nicht ein.

„Bemühungen zur Eindämmung aussichtlos“

Professor Hagai Levine, Vorsitzender der israelischen Vereinigung der Ärzte für öffentliche Gesundheit, geht daher nun sogar einen Schritt weiter und meint: „Da Omikron so ansteckend ist, sind unsere Bemühungen, seine Ausbreitung zu stoppen, wahrscheinlich ziemlich aussichtslos. Wir werden diese Welle nicht aufhalten können“.

Eine Durchseuchung – wie im Falle Schweden – sei daher zumindest eine Lösung über die man nachdenken sollte. Sollte sich Omikron nämlich als weniger gefährlich herausstellen, so würde man dadurch eine Herdenimmunität ganz ohne Impfung erreichen.

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