von hz 07.12.2021 14:00 Uhr

Südtirol ist ab morgen (Mittwoch) „Orange“

Bei der Bewertungskonferenz für den Zivilschutzstatus in der Agentur für Bevölkerungsschutz wurde auf der Grundlage des Warnlageberichts soeben beschlossen, zu verstärkter Aufmerksamkeit aufzurufen.

Foto von Nick Collins von Pexels

Aus dem Warnlagebericht des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz geht hervor, dass am morgigen Mittwoch (8. Dezember) flächendeckend Schneefälle im Tal zu erwarten sind. Für alle Haupttäler gilt morgen die Warnstufe Orange. Da morgen zudem intensiver Reiseverkehr auf der Brennerautobahn bevorsteht, werden die Bevölkerung und die Reisenden zu erhöhter Achtsamkeit und Vorsicht aufgefordert, teilt die Südtiroler Landesverwaltung mit. Der Zivilschutzstatus Aufmerksamkeit-Alfa gilt derzeit landesweit bereits wegen des epidemiologischen Notstands Covid-19. Nun kommt die Warnung wegen Schneefall in Tallagen dazu.

Schneefälle in ganz Südtirol bis in die Tallagen

Für den morgigen Feiertag sagt das Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz Schneefälle bis ins Tal voraus. Im Laufe des morgigen Vormittags setzen Schneefälle ein, am Nachmittag und Abend schneit es verbreitet und intensiver. In der zweiten Nachthälfte klingen die Schneefälle langsam ab. Es schneit bis in die Täler, erwartet werden zwischen 10 und 30 Zentimetern in den Tälern. Am meisten wird es voraussichtlich im Wipptal und im oberen Pustertal schneien und gleichzeitig Richtung Welschtirol, in Bozen werden voraussichtlich 10 Zentimeter fallen, im Unterland bis zu 20. Die Berufsfeuerwehr ist für die Schneefälle gerüstet und stellt die Schneefräsen bereit.

Fahrzeuge mit Winterausrüstung ausstatten - Auf schneebedeckte Fahrbahnen achten

Alle Mitarbeiter des Landesstraßendienstes sind in Bereitschaft, die Fahrzeuge sind einsatzbereit. Die Bevölkerung ist angehalten, aufmerksam zu sein, Fahrten auf die notwendigen zu beschränken und die Fahrzeuge mit Winterausrüstung auszustatten, teilt der Direktor des Landeswarnzentrums Willigis Gallmetzer mit.

Verstärktes Verkehrsaufkommen am Feiertag

Wegen des Feiertages ist zudem mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen, berichtet die Landesverkehrsmeldezentrale: Auf der Brennerautobahn wird bereits am Vormittag in Richtung Süden sehr hohes Verkehrsaufkommen vorausgesagt, das als „kritisch“ bezeichnet wird, am Nachmittag bleibt der Verkehr sehr stark, am Abend nimmt der Verkehrsstrom dann ab. Richtung Norden wird sich das Verkehrsaufkommen morgen voraussichtlich im normalen Bereich bewegen.

Das Regierungskommissariat steht in Kontakt mit der Brennerautobahn und mit der Agentur für Bevölkerungsschutz.

Gleitschneelawinen und Lawinen nicht ausgeschlossen

Der Warnlagebericht enthält die Warnstufe Gelb für Lawinen: Gleitschneelawinen unterhalb von 2.000 Metern sind nicht ausgeschlossen, heißt es aus dem Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung. Oberhalb der Waldgrenze ist die Situation kritischer, dort sind auch spontane Lawinen zu erwarten, einzelne schwer vorhersehbare Lawinenereignisse können auftreten. Gleitschneelawinen können lokal zu Problemen führen. Auf Berg- und Passstraßen sind Verkehrsbehinderungen möglich.

Warnlagebericht

Das Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz veröffentlicht täglich den Warnlagebericht, in dem das Gefährdungspotential von Naturgefahren auf der Grundlage von vier Alarmstufen bewertet wird. Die Warnstufe Orange für Schneefälle im Tal weist am morgigen Feiertag (8. Dezember) auf eine mäßige Gefahr und die Möglichkeit von Verkehrsbehinderungen hin, die Warnstufe Gelb auf geringes Gefahrenpotential für kleinräumige Ereignisse, die auftreten können. Auch wo im Warnlagebericht die Warnstufe Grün aufscheint, sind lokale Schäden und Unannehmlichkeiten nicht auszuschließen.

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