von su 10.10.2021 11:20 Uhr

Verkehrsminister Scheuer: Vettel solle Formel-E fahren

Sebastian Vettel kommt in die Kritik, nachdem er sich zum Tempolimit äußert. Neben Scheuer gehört auch TV-Moderator Sidney Hoffmann zu den Kritikern.

Viermaliger Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel APA (dpa)

„Jedes Leben zählt“, hatte der 34-Jährige Rennfahrer gesagt und sich für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. „Ich fahre gerne schnell, sonst hätte ich einen anderen Beruf ergriffen. Aber wenn man das tun möchte, sollte man es auf einer Rennstrecke tun“, führte der 34-Jährige weiter aus, der vom Merkur zitiert wird.

Schon länger auf Tempolimit gesetzt

Sofort setzt Gegenwind ein: TV-Moderator Sidney Hoffmann über Instagram zu den Aussagen des vierfachen Weltmeisters. „Lieber Seb, wohnst du nicht in der Schweiz?! Ich hoffe du hast in Deutschland noch einen Wohnsitz und zahlst Steuern, um hier als Formel-1-Fahrer auf Tempolimit zu setzen“, kritisierte der ehemalige Host der TV-Sendung „PS-Profis“.

Und weiter: „Wobei du ja in der Formel 1 ja schon länger auf ein Tempolimit setzt“, schreibt der Moderator und spielt damit auf die durchaus dürftigen Rennergebnisse des 34-jährigen Vettel an.

Mit Red Bull hat der Deutsche zwischen 2010 und 2013 viermal den WM-Titel geholt. Derzeit liegt er jedoch in der Gesamtwertung der Fahrerwertung abgeschlagen auf dem zwölften Platz.

Scharfe Kritik gegen Vettel und sein Team

Kritik kommt auch vom Noch-Verkehrsminister Andreas Scheuer gegenüber in BILD:. „Wohnort in der Schweiz, mit dem ganzen Tross eines Formel-1-Teams in der Welt unterwegs, viele Flüge jedes Jahr – ich gehe fest davon aus, dass Sebastian Vettel selbst und sein Arbeitgeber Aston Martin den eigenen Ausstoß an klimaschädlichen Gasen ausgleichen, indem sie CO2-Zertifikate aus Klimaschutzprojekten kaufen“, so die Kritik des CSU-Politikers.

Wechsel in Formel-E konsequent

Auch die sportliche Leistung wird von Scheuer kritisiert: „Mit einem Blick auf die aktuelle Fahrerwertung in der Formel 1 könnte man ohnehin einen Wechsel in die Formel E als konsequent empfinden. Dort werden auch geringere Höchstgeschwindigkeiten als in der Formel 1 gefahren“, sagt der Verkehrsminister.

Ex-Weltmeister Vettel reagiert auf die Kritik: „Jeder hat das Recht auf seine Meinung. Mit dieser Debatte um Scham kommen wir nicht weiter.“

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