von ca 24.04.2021 14:27 Uhr

„Italien braucht dringend ein Gesetz gegen Homo- und Transphobie“

Im vergangenen November wurde der Gesetzentwurf gegen Homo- und Transphobie des PD-Abgeordneten Alessandro Zan in der Abgeordnetenkammer verabschiedet. Seitdem würde die Behandlung im Senat von diverser Seite blockiert werden. „(Leider) braucht unser Land dieses Gesetz aber dringender denn je“, betonen die Grünen in ihrer Aussendung.

APA

Zu oft würden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer Behinderung diskriminiert, angegriffen, beleidigt und verletzt werden, betonen die Grünen.

Italien bildet Schlusslicht

Homo- und Transphobie ist auch hierzulande allgegenwärtig: Im europäischen Vergleich befindet sich Italien gleichauf mit den autoritärsten Ländern. „Seit nunmehr 23 Jahren wird über ein Gesetz gegen Homophobie diskutiert, damit sind wir einer der letzten europäischen Staaten, der noch kein solches Gesetz hat“, berichten die Landtagsabgeordneten der Grünen.

Gewalt und Missbrauch steigen deutlich an

Die Pandemie habe das Thema noch dringender werden lassen, denn gerade im letzten Jahr hatte die Gewalt im Allgemeinen und in der Familie im Besonderen zugenommen. Laut Gay Help Line sind Gewalt und Missbrauch zwischen 2019 und 2020 im Durchschnitt um 9 Prozent gestiegen, bei Jugendlichen sogar um 40 Prozent.

„Auch Südtirol ist vor diesem Phänomen nicht gefeit, und ein klares Gesetz auf Staatebene ist wichtig, um das Engagement der lokalen Institutionen im Kampf gegen Gewalt und Intoleranz zu stärken.“

‚ddl Zan‘

Die Grünen halten ein Gesetz gegen Homo- und Transphobie „für längst überfällig“ und fordern deshalb, dass der ‚ddl Zan‘ Eingang ins parlamentarische Verfahren mit seinen institutionell geregelten Abläufen und Fristen finden soll. Natürlich obliege es dem Parlament, den definitiven Gesetzestext festzulegen. Doch die Behandlung im Plenum sei die wichtigste Voraussetzung für einen hoffentlich positiven Ausgang.

Antrag im Landtag eingereicht

Daher hat die Grüne Fraktion im Landtag einen Begehrensantrag im Landtag eingebracht, welcher das italienische Parlament auffordere, ein Gesetz zur wirksamen Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und Behinderung zu verabschieden.

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  1. Franzjosef
    27.04.2021

    Was diese grünen alles wollen, die Italiener können froh sein, daß die noch nicht so weit sind wie in Deutschland.

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