von su 17.02.2021 14:22 Uhr

Arme Bauern: Käse ohne Milch

Die Firma Hochland, ein großer Käsehersteller in Deutschland, beteiligt sich an der israelischen Firma „Remilk“. Dieses Unternehmen wirbt damit, dass es ohne jede Kuh Milch produzieren könne. Aus der Zentrale des Käseherstellers Hochland heißt es, der neue Rohstoff sei als „Ergänzung für seine Produktpalette“ zu sehen, was die Bauern aber nicht nachvollziehen können, berichtet der Merkur.

Symbolbild , Fotomontage UT24

„Ich halte die Entwicklung für besorgniserregend“, wird der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands (BBV), Wolfgang Scholz, zu der neuen Milch, vom Merkur zitiert. „In das Alpenvorland gehört die Kuh“, macht der Sachsenrieder Landwirt klar. Er wolle sich aber nicht in die Pläne von Hochland einmischen.

Eine Anfrage des Merkurs beim Finanzvorstand von Hochland Hubert Staub bestätigt, dass sich Hochland Anfang Dezember 2020 „eine Minderheitsbeteiligung von Hochland an der Firma „Remilk“ vertraglich geholt hätte“.

Auf dem Markt sei zu viel Milch

Das israelische Unternehmen würde mit „mikrobieller Fermentation Proteine herstellen, die funktional identisch mit Milchproteinen seien. Daraus können Milchprodukte hergestellt werden, die sich von Erzeugnissen aus tierischer Milch nicht unterscheiden“, sagt Staub dem Merkur.

In der Region Schongau sagt ein Milchhersteller „Zu uns Landwirten wird immer gesagt, dass auf dem Markt zu viel Milch ist, und dann machen die so was“, gibt sich der Mann entsetzt. Aus dem Hause Hochland kommt der Hinweis, „dass das Unternehmen auch weiterhin klassische Milchprodukte herstellen werde“.

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