von ih 22.05.2020 15:27 Uhr

Schützen fordern einmal mehr Zukunft Südtirols ohne Italien

Die Arbeitsgruppe iatz! im Südtiroler Schützenbund beschäftigt sich mit verschiedenen Szenarien, wie sich Südtirol in Zukunft entfalten kann und sich gleichzeitig vor den nachteiligen Wirren des Verwaltungsapparates Roms schützen kann. Zu den Grundrechten innerhalb eines modernen und demokratischen Gemeinwesens gehört es, dass die Menschen gut und bürgernah verwaltet werden. Und wenn die Bürger mit ihrer Verwaltung unzufrieden sind, dürfen sie diese austauschen, wenn nötig auch selbst gänzlich neu aufbauen.

Foto: © SSB/Jasmin Hofer

Ein wiedervereintes Tirol in Österreich

Immer wieder zeigt sich, dass das Bundesland Tirol über größere Entscheidungsspielräume verfügt als das angeblich so autonome Land Südtirol. Eine Wiedervereinigung mit Österreich würde nicht nur den kulturellen und historischen Bedingungen gerecht, sondern würde Südtirol auch zurück in einen zukunftsfähigen EU-Staat bringen. Dabei könnte Südtirol ein Teil des Bundeslandes Tirol oder ein eigenes Bundesland werden – dies würden die Tiroler diesseits und jenseits des Brenners gemeinsam demokratisch entscheiden.

Südtirol als unabhängiger Staat wie die Schweiz

Südtirol könnte sich z.B. wie die Schweiz entwickeln, wo Bürger verschiedener Sprachen miteinander leben und ihre Identität selbst bestimmen, ohne dass diese von einer fernen Hauptstadt aufoktroyiert wird. Als Begegnungsraum der deutschen, italienischen und rätoromanischen Sprachen und Kulturen könnte sich ein unabhängiger Staat Südtirol – begünstigt durch seine zentrale Lage – zu einem Vorreiter eines modernen, demokratischen, bürgernahen Europa der Regionen entwickeln.

Selbstbestimmung ohne Sezession

Ein selbstbestimmtes Südtirol könnte sich auch ohne Sezession verwirklichen lassen. Dazu braucht es aber eine echte Autonomie, die sich diesen Namen auch wirklich verdient. Wirtschaft, Soziales, Schule und Gesundheit sollen in Südtirol unabhängig von Rom gestaltet werden, ohne Einmischung des Zentralstaates. Dazu braucht es auch eine unabhängige Rentenvorsorge, eine eigene Finanzhoheit, Landespolizei und eine eigene Gerichtsbarkeit.

Mehrheit aller Bürger sei unser Souverän

Welcher Weg beschritten werden soll, würden alle in Südtirol wohnhaften Wähler entscheiden, gleich welcher Herkunft und Sprache – zu ihrem eigenen Wohl und zum Wohle ihrer Heimat. Demokratie könne und dürfe niemals illegal sein!

Corona-Krise zeigt (wieder) die Schwächen Italiens auf

Die Corona-Krise habe die Schwächen des Stiefelstaates wieder offenbart. Aufgrund einer Situation, die fernab von Südtirol unter vollständig anderen Bedingungen entstanden sei, würden die Südtiroler mit drakonischen und überzogenen Maßnahmen konfrontiert. Gestern waren es noch die hyperkomplizierten Anti-Mafia-Bestimmungen und die sich ständig ändernde Arbeits- und Steuergesetzgebung, in Coronazeiten waren es – unter anderem – die strengsten Ausgangssperren Europas. Das Südtiroler Gesundheitswesen wäre gegen die Pandemie gewiss besser gewappnet gewesen, wenn staatliche Vorgaben uns nicht zu radikalen Einschnitten gezwungen hätten.

Die Corona-Krise könne und müsse uns als Lehrbeispiel dienen. „Wenn wir klug sind, lernen wir sehr viel aus dieser Erfahrung. Die nächste Krise kommt bestimmt, und dafür müssen wir vorbereitet sein. Es gilt die Zeit zu nutzen – bevor es zu spät ist. Ein solcher Vorbereitungsprozess benötigt viele Jahre, demokratische Diskussionen und zähe Verhandlungen – sehr zähe Verhandlungen. Die Väter der Südtiroler Autonomie wussten, dass eine Kuschelpolitik gegenüber Rom unsere Heimat nicht weiterbringt. Der Autonomiekonvent hat die Wünsche und Bedürfnisse der Südtiroler Bevölkerung aufgezeigt, sie sind eine klare Handlungsaufforderung an die Politik“, so die Südtiroler Schützen.

Nun gelte es jetzt – iatz! – die ersten Schritte für eine bessere Zukunft Südtirols einzuleiten. Der Weg zu einem selbstbestimmten Südtirol möge noch lang sein, er sei jedoch allemal besser als das passive Hoffen auf ein irgendein römisches Einsehen.

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  1. Jan_Bader
    23.05.2020

    Die zukünftigen Wirren können der Kathalysator für die politische und gesellschaftliche Neuordnung Tirols werden. “Früher oder später wächst zusammen was zusammen gehört” stimmt.

  2. Innuendo
    23.05.2020

    Eigener Staat Südtirol wäre wohl optimal. Oesterreich ist keine vertrauenswürdige Heimat, und die Abhängigkeit von Wien anstelle von Rom nicht viel besser. Tirol selbst wird schlecht verwaltet. Demokratische Selbstbestimmung wäre wohl ideal. Dabei könnte man durchaus von traditionellen Staatsmodellen abweichen, und neue, moderne Wege gehen. Einen Anschluß an Oesterreich sehe ich nicht, aber Unabhängigkeit. Iatz. Warum nicht?!

  3. Pierpauls
    22.05.2020

    Natürlich wäre es das Beste für uns wenn wir uns von diesem Staat verabschieden würden. Ein eigener Staat wäre wahrscheinlich zu kostspielig, außer bei einer schlanken Verwaltung mitwenigerBürokratie, Ohne Ausländer die nicht arbeiten und uns auf der Tasche liegen( einige arbeiten schon und könnten auch bleiben) Faschisten könnten zurück in die Heimat und das ganze Ducezeug mitnehmen an dem sie sosehr hängen. Man könnte wieder die ursprünglichen Namen einführen. Es gäbe viel zu tun. Ich würde auch gerne mithelfen!

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