SSB: Schicksal der Schotten als Warnung für Südtirol

In diesem Zusammenhang verweist der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes auf die Parallelen in unseren Breitengraden. Südtirol hätte in Italien ungleich weniger Gewicht, wenn es um zukunftsweisende Entscheidungen geht. Zwar stehen ein Austritt bzw. Ausschluss Italiens aus der EU derzeit nicht zur Diskussion, wie schnell aber unvorhersehbare Ereignisse eintreten können, haben die Vergangenheit und insbesondere das Schicksal Schottlands eindrucksvoll bestätigt.
Während der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, am vergangenen Mittwoch im Europaparlament in Brüssel dem Projekt EU ein schnelles Ende gewünscht hat, wünschen sich die Südtiroler Schützen um Jürgen Wirth Anderlan als überzeugte Europäer, dass die EU aus den Fehlern der Vergangenheit ihre Lehren zieht.
„Wir glauben nicht an die heilige Kuh der Technokraten in Brüssel, wo die EU-Tintenburgen die Menschen mit Themen wie Pommes Frites-Verordnungen, Glühbirnenverordnung und Gurkenkrümmung bevormunden. Und leider schaut die EU auch bei Demokratiebewegungen weg. Was sich der spanische Staat in Katalonien leistet erinnert an die Türkei. Die EU wendet nicht die Gesetzgebung der Bürger an, sondern nur die Gesetzgebung der Nationalstaaten“, so Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan.
„Mehr Regionalität und merklich weniger nationales Denken und Handeln kann dieses Projekt retten und die Menschen von den Vorteilen einer großen Gemeinschaft überzeugen. Bleibt die EU aber weiterhin lediglich ein urbürokratischer Zusammenschluss von Nationalstaaten, dann könnte es auch für Südtirol irgendwann ein böses Erwachen geben“, so der Landeskommandant.






