von su 11.01.2020 09:34 Uhr

Franz Josef Strauß – „historisch belastete Person“?

Die Weltstadt München beschäftigt sich mit der Frage, ob auch in Zukunft Straßen nach berühmten Persönlichkeiten benannt werden dürfen. Bild hat die Namen.

Franz Josef Strauß (✟) (Bild: Pinterest)

Die Untersuchung wird im Auftrag der Stadt München von einer Experten-Kommission durchgeführt. Es geht um Namen wie Strauß, Siemens, Kolumbus, Bismarck oder Stresemann und um die Frage, ob Straßen auch in Zukunft noch nach diesen berühmten Persönlichkeiten benannt sein dürfen?

Im Zweifel Umbenennung

Insgesamt stehen 320 Straßennamen auf dem Prüfstand, welche nach Ansicht der Kommission „mindestens problematisch sind und deshalb diskutiert werden müssen. Im Zweifel sollen sie sogar umbenannt werden“, schreibt Bild.

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß, der Erfinder Werner von Siemens, der Entdecker Christoph Kolumbus, der erste Bundespräsident Theodor Heuss oder der Schriftsteller Erich Kästner, dessen Bücher von den Nazis verbrannt wurden, sind auf der Liste.

Keine Nazis und Rassisten

Zu dieser Aufstellung ist es auf Antrag der SPD gekommen. Der Münchner Stadtrat lässt seit 2016 prüfen, welche Straßennamen mit einem „chauvinistischen, extrem frauenfeindlichen, militaristischen, rassistischen oder antisemitischen, nationalsozialistischen Kontext“ belastet seien.

Den Ausgang nahm die Umbenennung von fünf Straßen, welche „historisch belastete Personen“ und die zunehmende Diskussion „zum erinnerungskulturellen Umgang“ mit den Straßen zugrunde liegen.
Unter der Ägide des Leiters des Münchener Stadtarchivs, Dr. Andreas Heusler folgte eine Untersuchung aller 6117 Straßennamen in München.

Die aus diesen Untersuchungen resultierende „Straßen-Liste“ liegt Bild vor.

„Dort finden sich aber keine Nazis und Rassisten, sondern reihenweise berühmte und verdiente Persönlichkeiten, denen zum Teil absurde Verfehlungen vorgehalten werden. Das prominenteste Beispiel ist der nach Franz Josef Strauß benannte Ring, der an der bayerischen Staatskanzlei vorbeiführt“, so Bild.

Abstruse Vorschläge

In der Liste wird dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten († 73) u. a. vorgeworfen, er sei „gern gesehener Gast in Afrika“ gewesen, „ließ sich von den Mächtigen hofieren, schoss auf Jagdsafaris Antilopen, frönte im Gedenken an das untergegangene Weltreich (…) der kolonialen Nostalgie“.

CSU-Generalsekretär Markus Blume (44) ist verärgert, sagt zu Bild: „Die CSU München wird dafür sorgen, dass derart abstruse Vorschläge nicht weiterverfolgt werden. Wir lassen nicht zu, dass herausragende Persönlichkeiten, wie Franz Josef Strauß, in den Schmutz gezogen werden.“

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  1. Tom
    12.01.2020

    In Merkels DDR 4.0 DIKTATUR sind auch Strassen Umbenennungen kein Problem mehr. In einer BRD in welcher im öffentlich “Rechtlichen Rundfunk” Großmütter als Nazisau und Umweltsau beschimpft und beleidigt werden dürfen, ohne jegliche Konsequenzen, ist alles möglich !

  2. Jan_Bader
    11.01.2020

    Der Trend für Straßenbenennungen geht eindeutig Richtung Führern von Negeraufständen. Stalin Mao und PolPot könnten auch wieder hipp werden. Nur den angehenden Massenmörder Che Quevara wird es wohl nicht mehr auf die Hitliste schaffen, den hat man rechzeitig erwischt.

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