von fe 27.09.2019 11:00 Uhr

Stressabbau: Mehr Wohlbefinden dank kleiner Auszeiten

Arbeit, Familie, Haushalt: Die Alltagsorganisation ist in vielerlei Hinsicht eine echte Herausforderung. Durch die ständige Nutzung digitaler Medien steigt der Stresslevel zusätzlich. Für Entschleunigung und Entspannung sorgen bewusst gewählte Auszeiten.

Bild von silviarita auf Pixabay

Mehr als 40 Prozent der Österreicher sind laut Umfrage gestresst. Klassische Belastungsfaktoren sind zunächst die herkömmliche Alltagsbewältigung rund um Beruf, Geld und Familienleben. Hinzu kommt die Digitalisierung, die das tägliche Leben mit geradezu unerschöpflichen Informations- und Kommunikationsangeboten um ein Vielfaches beschleunigt. Besonders problematisch ist die dauerhafte Erreichbarkeit, die weit in die Freizeit greift.

Fortdauernder Stress birgt jedoch nachweislich gesundheitliche Risiken. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen zählen dazu ebenso wie ein insgesamt geschwächtes Immunsystem. Körper und Geist regelmäßig gezielt eine Pause zu gönnen ist daher ein wichtiger Faktor, um dauerhaft gesund zu bleiben.

Mediennutzung auf den Prüfstand stellen

Das Internet hat nicht nur den beruflichen Alltag erheblich verändert. Auch die Freizeit wird zunehmend von Computergeräten und Smartphone dominiert. Ungünstig wirkt sich insbesondere die private Dauerberieselung durch Emails, Posts aus Sozialen Medien sowie diversen Schlagzeilen aus der Tagespresse aus.

Insofern ist es sinnvoll zu hinterfragen, wieviel an Informationen für den persönlichen Bedarf tatsächlich notwendig sind. Denn wie überall macht auch hier die Dosis das Gift. So müssen beispielsweise Facebook-Nachrichten nicht wirklich zwingend jeden Tag durchgelesen und kommentiert werden.

Schlafzimmer: Handys raus & am Fenster Verdunklungsstoff nutzen

Ein guter Schlaf ist elementar für die Gesundheit, denn er stellt die wichtigste Regenerationsphase für den Körper dar. Dementsprechend wichtig ist es, der Schlafumgebung besondere Beachtung zu schenken. Handys, Computer und Fernseher sorgen alles andere als für Entspannung, sondern befeuern das Gehirn vor dem Schlafengehen zusätzlich. Sie gehören ebenso aus Schlafräumen verbannt wie sämtliche Arbeitsunterlagen.

Eine schlafgerechte Atmosphäre ist zudem so lichtarm wie möglich. Die Fenster sollten entsprechend gut abzuschatten sein. Stehen keine Außen-Rollläden oder Fensterläden zur Verfügung, empfehlen sich alternativ Fensterdekorationen mit Verdunklungsstoff, die im Schlafzimmer die benötigte Dunkelheit herstellen.

Wird der Raum vor dem Zubettgehen zudem noch einmal ordentlich gelüftet und eine durchschnittliche Schlaftemperatur von 16 bis 18 Grad eingehalten, sind die wichtigsten Bedingungen für eine entspanntere Nachtruhe bereits gegeben.

Natur und Bewegung als Gegenprogramm: Tirol bietet optimale Bedingungen

Der Aufenthalt in der Natur in Kombination mit Bewegung senkt nicht nur den Blutdruck sondern auch Stresshormone. Die Sauerstoffzufuhr trägt dabei ebenfalls zu einem deutlich erholsameren Schlaf bei.

Anders als Bewohner von großen Ballungszentren finden Tiroler allein schon standortbedingt ideale Bedingungen für kurze oder längere Auszeiten direkt vor der Tür. Zum einen bieten sich hier viele Outdoor-Gelegenheiten zum spontanen Wandern, Radeln, Kajak-Fahren oder Nordic Walking in einer überdies phänomenalen Landschaft. Zum anderen existiert bei Ausflügen in höhere Berglagen praktischerweise nur schlechter oder keinerlei Handyempfang. Darüber hinaus gibt es unter anderem in Südtirol mittlerweile einige Digital-Detox-Hotels, die sich eigens darauf spezialisiert haben, ihre Gäste gezielt einem Offline-Programm zu unterziehen.

Entspannung lässt sich auch trainieren

Wem es häufiger schwerfällt abzuschalten, kann mit konkreten Entspannungsmethoden effektiv für Abhilfe sorgen, zum Beispiel mit Autogenem Training, Qi Gong, Yoga, speziellen Atemkursen oder geführten Naturwanderungen. Dafür muss keineswegs gleich ein teures Studio oder ein Personal Trainer gebucht werden. So werden mittlerweile auch an Tiroler Volkshochschulen verschiedene Entspannungsangebote zum kleinen Preis angeboten.

Alle Anti-Stress-Tipps in der Übersicht:

– Internetfreie Pausen einlegen

– Keine Elektrogeräte im Schlafzimmer

– Im Schlafraum Vorhänge mit Verdunklungsstoff verwenden

– Vor dem Schlafen gut lüften

– Auf ausreichend Bewegung achten

– Bei chronischer Anspannung Entspannungskurse belegen

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