von su 12.01.2019 10:33 Uhr

Neuschnee und starker Wind erwartet

In den Nordalpen und den Niederen Tauern hatte sich am Freitag die Wettersituation leicht entspannt, daher herrschte am Samstag nach wie vor Lawinenwarnstufe vier statt fünf. Es wurde allerdings Neuschnee und starker Wind und somit wieder eine Verschärfung der Situation erwartet. Wie der Lawinenwarndienst mitteilte, waren die Hauptprobleme instabiler Triebschnee und spontane Schneebrettlawinen.

APA

Am Freitag gab es erstmals seit längerem kaum Neuschneezuwachs, stürmischer Wind hat aber den ganz Tag und besonders in der Nacht auf Samstag zu frischen Triebschneeansammlungen geführt.

Innerhalb der Triebschneeauflage befanden sich Schwachschichten, dieser Teil der Schneedecke war daher instabil. Unterhalb von 2.000 Meter nahm das Schneegleiten auf Wiesenhängen und in Laubwäldern stark zu, es wurde empfohlen, auch die Auslaufbereiche der Gleitschneelawinen großräumig zu meiden.

Gefahr der Schneebrettlawinen oder Lockerschneelawinen

Außerdem bestand die Befürchtung, dass sich aus steilem Felsgelände Schneebrettlawinen oder Lockerschneelawinen lösen könnten und Verkehrswege gefährden.

Im Tourenbereich galten besonders Geländeübergänge und Hohlformen als gefährlich, weil dort eine Auslösung von Schneebrettlawinen durch geringe Zusatzbelastung möglich war. Südlich des Alpenhauptkammes gab es außerdem ein Altschneeproblem oberhalb der Baumgrenze.

Kritische Bereiche für die Auslösung von Schneebrettlawinen waren besonders die Übergänge von Bereichen mit viel Schnee zu Bereichen mir wenig Schnee.

Zusätzliche Hilfskräfte im Einsatz

Am Freitag konnte der Präbichl beflogen und eine Schneedichte festgestellt werden. Es wurde daher mit der Räumung der Straße begonnen, damit Eisenerz wieder von Vordernberg aus erreichbar ist, hieß es seitens des Katastrophenschutzreferenten Michael Schickhofer (SPÖ). Die Straße zur Planneralm wurde noch nicht freigegeben.

Seit Samstag sind im Bezirk Liezen zusätzlich zu den lokalen Hilfskräften über 200 Feuerwehrleute vom KHD (Katastrophenhilfsdienst) im Einsatz. Vier Züge aus den Bezirken Deutschlandsberg, Knittelfeld, Voitsberg und Graz-Umgebung sind mit 48 Fahrzeugen sowie 213 Personen in den von Schneemassen betroffenen Gebieten am Werk, teilte die Feuerwehr mit.

Im Bezirk Liezen waren bereits über 300 Feuerwehrkräfte mit elf Fahrzeugen im Einsatz, seit Freitagabend sind laufen Hilfskräfte aus den vom Schnee nicht betroffenen Gebieten der Steiermark eingetroffen. Sie werden zu Räumungsarbeiten auf Straßen, Schneeräumung auf Dächern, Fahrzeugbergungen, Versorgungsfahrten und zur Unterstützung bei Evakuierungen eingesetzt.

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