von su 15.03.2018 12:12 Uhr

Diagnose Krebs wegen Handy?

Das Handy begleitet uns mittlerweile fast Tag und Nacht durchs Leben. Kann dieser sehr oft in eine regelrechte Sucht ausartende Konsum ernsthafte körperliche Krankheiten verursachen? Fachleute relativieren.

Handykonsum: Auge besonders gefährdet

Es gibt keine Handystrahlung

In Recherchen von Spiegel Online wurden zur Klärung der gesundheitlichen Folgen des Handykonsums Fachleute zitiert, welche das brennende Thema zumindest etwas relativieren.

So gäbe es in dem Sinne gar keine Handystrahlung, sondern „es handelt sich bei den Funksignalen um sogenannte elektromagnetische Wellen“, stellt Matthias Wuschek von der TH Deggendorf klar.

“Der Begriff ‘Strahlen’ sollte hier besser nicht verwendet werden, denn da denkt der Laie sofort an radioaktive Strahlung oder an Röntgenstrahlung. Bei dieser sogenannten ionisierenden Strahlung weiß man klar, dass es massive Gesundheitsrisiken gibt und sie Krebs auslösen können.“

Wie oft am Kopf und wie lange

Smartphones hingegen erzeugen elektromagnetische Wellen, die zur nicht-ionisierenden Strahlung zählen.

Und wieviel man davon abbekommt, hängt von mehreren Faktoren ab.

Zum einen, wie nahe man das Handy an den Kopf hält und wie oft man es tut.

Jedes Handy hat seine spezifische Absorptionsrate

Unabhängig von dieser leicht nach zu vollziehenden Feststellung, muss die Intensität der elektromagnetischen Wellen, als jener Wert, der auch die „spezifische Absorptionsrate“ (SAR) genannt wird, von jedem Hersteller angegeben werden.

Jedes Handy hat also seinen individuellen SAR-Wert.

Leichte Zigaretten stundenlang geraucht

Veranschaulichen ließe sich das laut Spiegel Online mit dem Raucher, der glaubt, dass ihm das Rauchen gesundheitlich nicht zusetzen könnte, weil er leichte Zigaretten rauche.

Ausschlaggebend für die Einschätzung der gesundheitlichen Beeinträchtigung wäre in jedem Fall die Menge, oder die Anzahl der gerauchten Zigaretten.

Headset benutzen

Ein strahlungsarmes Handy stelle demnach keine Garantie dar, wenn dieses stundenlang ans Ohr gehalten wird.

Einfache Maßnahmen, wie beispielsweise den Abstand zum Kopf zu vergrößern; einfach beim Telefonieren oder beim Verschicken von Sprachnachrichten das Headset benutzen, sei sich grundsätzlich anzugewöhnen.

Das Auge ist sehr gefährdet

„Vor allem das Auge ist besonders empfindlich und muss einer geringeren Immission ausgesetzt sein als es beispielsweise für den Oberkörper oder die Hände zulässig ist“, warnt Wuschek.

Egal, wie niedrig der SAR-Wert vom Hersteller angegeben wird: Sobald Handys in den Kommunikationsmodus gehen, senden sie elektromagnetische Wellen aus. Das tun sie natürlich auch nachts, wenn sich Apps aktualisieren, oder eine Nachricht mittels Mail hereinkommt.

Es ist demnach absolut nicht gesund, wenn das Handy die Funktion des morgendlichen Weckens übernimmt und die Nacht über zu nahe am Kopf positioniert ist.

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