von ih 11.01.2018 11:42 Uhr

Reisebüros angeblich wieder im Aufwind

Das Jahr 2018 verspricht für die Tiroler Reisebüros und -veranstalter erfolgreich zu werden, denn immer mehr Kunden würden angeblich Internetbuchungen den Rücken zukehren.

 

2017 verzichteten deutlich mehr Urlauber auf selbst organisierte Reisen als noch vor einigen Jahren. Kunden schätzen verstärkt die Sicherheit, Beratungskompetenz und Kostenwahrheit, die ihnen Reisebüros bzw. –veranstalter bieten. „Selbstorganisation und Internetbuchungen sind nicht zwangsweise besser oder günstiger als die Angebote etablierter Unternehmen“, erklärt Andreas Kröll, Obmann der Tiroler Reisebüros, und führt weiter aus: „Insgesamt ein Drittel aller Tiroler nehmen deshalb die Leistungen der Reisebüros in Anspruch. Mit über 40 Prozent ist der Anteil bei Auslandsreisen besonders stark.

Entspannung steht sowohl bei der Planung als auch bei den Reisezielen ganz oben auf der Wunschliste. Die Lieblingsdestinationen im Flugbereich bleiben weiterhin Griechenland und Spanien, bei Autoreisen setzt sich die Nachfrage nach Italien und Kroatien fort. Erfreulicherweise können die Länder Türkei, Ägypten und Tunesien mit Nachfragezuwächsen über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr rechnen.

Kopfzerbrechen wegen Airline-Pleiten

Für Kopfzerbrechen hingegen sorgt die fehlende finanzielle Absicherung bei Airline-Pleiten, die heuer durch den Bankrott von Air Berlin und Tochter FlyNIKI deutlich wurde. Nicht nur Konsumenten, auch Reisebüros, Veranstalter sowie Hotels und Busunternehmer wurden im Stich gelassen und blieben in weiterer Folge auf den entstandenen Kosten sitzen.

„Für die Reisebranche sind das unhaltbare Zustände, vor allem da die Europäische Kommission die Kundengeldsicherung für Airlines immer noch ablehnt“, unterstreicht Kröll und bekräftigt die Forderung nach einer Insolvenzabsicherung für Airlines, die von vielen Interessensgruppen wie der europäische Reisebüro- und Reiseveranstaltervereinigung, den Arbeiterkammern, aber auch politischen Parteien unterstützt wird. „Dass Fluglinien billigere Tickets anbieten, wenn Kunden auf deren Buchungsplattformen kaufen, ist zudem äußerst kritisch zu betrachten. Das sorgt für schlechteren Service, höhere Kosten sowie einen Wettbewerbsnachteil für Reisebüros“, so Kröll.

Auch muss sich die Branche neuen gesetzlichen Herausforderungen stellen: die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und das neue Pauschalreisegesetz (PRG). Beide wurden vom europäischen Gesetzgeber unklar formuliert und sorgen teilweise für Verwirrung. Laufende Schulungen, die von vielen Reisebüros bereits in Anspruch genommen wurden, sorgen dennoch für eine korrekte Umsetzung im Sinne der Reisekunden.

 

2017 verzichteten deutlich mehr Urlauber auf selbst organisierte Reisen als noch vor einigen Jahren. Kunden schätzen verstärkt die Sicherheit, Beratungskompetenz und Kostenwahrheit, die ihnen Reisebüros bzw. –veranstalter bieten. „Selbstorganisation und Internetbuchungen sind nicht zwangsweise besser oder günstiger als die Angebote etablierter Unternehmen“, erklärt Andreas Kröll, Obmann der Tiroler Reisebüros, und führt weiter aus: „Insgesamt ein Drittel aller Tiroler nehmen deshalb die Leistungen der Reisebüros in Anspruch. Mit über 40 Prozent ist der Anteil bei Auslandsreisen besonders stark.

Entspannung steht sowohl bei der Planung als auch bei den Reisezielen ganz oben auf der Wunschliste. Die Lieblingsdestinationen im Flugbereich bleiben weiterhin Griechenland und Spanien, bei Autoreisen setzt sich die Nachfrage nach Italien und Kroatien fort. Erfreulicherweise können die Länder Türkei, Ägypten und Tunesien mit Nachfragezuwächsen über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr rechnen.

Kopfzerbrechen wegen Airline-Pleiten

Für Kopfzerbrechen hingegen sorgt die fehlende finanzielle Absicherung bei Airline-Pleiten, die heuer durch den Bankrott von Air Berlin und Tochter FlyNIKI deutlich wurde. Nicht nur Konsumenten, auch Reisebüros, Veranstalter sowie Hotels und Busunternehmer wurden im Stich gelassen und blieben in weiterer Folge auf den entstandenen Kosten sitzen.

„Für die Reisebranche sind das unhaltbare Zustände, vor allem da die Europäische Kommission die Kundengeldsicherung für Airlines immer noch ablehnt“, unterstreicht Kröll und bekräftigt die Forderung nach einer Insolvenzabsicherung für Airlines, die von vielen Interessensgruppen wie der europäische Reisebüro- und Reiseveranstaltervereinigung, den Arbeiterkammern, aber auch politischen Parteien unterstützt wird. „Dass Fluglinien billigere Tickets anbieten, wenn Kunden auf deren Buchungsplattformen kaufen, ist zudem äußerst kritisch zu betrachten. Das sorgt für schlechteren Service, höhere Kosten sowie einen Wettbewerbsnachteil für Reisebüros“, so Kröll.

Auch muss sich die Branche neuen gesetzlichen Herausforderungen stellen: die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und das neue Pauschalreisegesetz (PRG). Beide wurden vom europäischen Gesetzgeber unklar formuliert und sorgen teilweise für Verwirrung. Laufende Schulungen, die von vielen Reisebüros bereits in Anspruch genommen wurden, sorgen dennoch für eine korrekte Umsetzung im Sinne der Reisekunden.

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