von ih 26.04.2016 07:53 Uhr

Schützen müssen Fest absagen

Ein Schock für St. Anton: das traditionelle Schützenfest der SK St. Anton am Arlberg wird dieses Jahr nicht stattfinden. Als Grund dafür gibt Hauptmann Andreas Fahrner “rechtliche und politische Maßnahmen” an, die dazu geführt hätten.

Das traditionelle Schützenfest in St. Anton am Arlberg wurde abgesagt - Foto: FB

Bereits zum 24. Mal hätte es in diesem Jahr stattfinden sollen: das “Schützenfest” in St. Anton am Arlberg – für viele eine jahrelange Tradition, die damit ihr Ende findet.

Die Kompanie sei mit politischen und rechtlichen Maßnahmen in der Republik Österreich nicht einverstanden, was letztendlich zu dieser Entscheidung geführt habe. In einem Offenen Brief, welche Schützenhauptmann Andreas Fahrner veröffentlicht hat, informiert er über die Beweggründe hinter diesem sehr schwierigen Schritt für alle Beteiligten.

Der “Offene Brief” im Wortlaut:

Liebe Freunde der Schützenkompanie St. Anton am Arlberg und Arlberger Schützenfestes!

Die Schützenkompanie St. Anton am Arlberg, welche das diesjährige 24. Arlberger Schützenfest veranstalten sollte, sieht sich leider aufgrund rechtlicher und politischer Maßnahmen außerstande dieses Fest durchzuführen! Die von unserem geliebten Staat Österreich auferlegten Vorschriften wie z.B.: die Registrierkassenpflicht, die Rechnungslegungspflicht, das penible anmelden der helfenden Personen, die unzähligen Sicherheitsvorschriften (Sicherheitskonzept) und die Sperrstunde um nur einige einzelne zu erwähnen, haben uns zu diesem drastischen Entschluss gezwungen.
Eine nicht allzu leichte Entscheidung in Anbetracht dessen, dass das Schützenfest seit nunmehr fast 50 Jahren zu einem der Sommer-Highlights in St. Anton am Arlberg zählt.
Es ist für uns als Kompanie, welche die Werte Tirols seit Jahrzehnten verkörpert und zelebriert, ein schmerzhafter Verlust; nicht nur im monetären Sinne, sondern vielmehr im ideellen.

Es tut uns sehr leid, dass wir diesen Weg wählen mussten aber wir glauben die Problematik liegt auf der Hand.
Nun ziehen wir mit gesenkten Häuptern und schamerfüllter Brust vom Feld.

Wir möchten uns noch kurz aber herzlich bei unseren treuen Politikern, (welche ja bekannter Weise immer starke Befürworter in Puncto Erhaltung der Werte und Traditionen Tirols waren) bedanken, für diese traurigen Schachzüge und die bitteren Pillen.

Mit einem leisen, entwaffneten Schützenheil (Landlibell 1511)

Fest-Obmann
Andreas Fahrner

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